45. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte

45. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte

Wenn ein Malheur passiert - Notfälle und Komplikationen in der Zahnarztpraxis

Donnerstag, 23. April 2020 - Samstag, 25. April 2020

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

auch nach jahrelanger Berufstätigkeit und trotz großer Erfahrung – wir kennen es alle – kommt es immer wieder einmal vor, dass wir überrascht vor einem nicht vorhersehbaren Problem stehen. In Fortbildungsveranstaltungen werden meist die erfolgreichen Behandlungen demonstriert, nur selten wird über die Schwierigkeiten berichtet, die Komplikationen bereiten. Gerade deshalb beschäftigt sich die diesjährige Tagung mit dem Themenfeld „Notfälle und Komplikationen in der Zahnarztpraxis“. Dabei geht es nicht nur um Probleme bei Risikopatienten, die uns immer wieder Sorgen bereiten, sondern auch um die große Bandbreite der gesamten Zahnmedizin. Wie immer sind die Themen mit denen der Spezialpodien abgestimmt, damit Überschneidungen vermieden werden.

Es ist uns eine große Freude, Sie und Ihr Team auch in diesem Jahr zur traditionsreichen Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte in Rust zu begrüßen und wir hoffen, dass Sie einige Tipps für Ihre tägliche Praxis mitnehmen können. Wir sind überzeugt, dass wir mit dem Rahmenprogramm wieder für unter haltsame Abende sorgen werden und dass dabei der kollegiale Austausch gefördert wird. Unser Dank gilt den Dentalausstellern für ihre freundliche und großzügige Unterstützung und auch dem Team des Zahnärztehauses sowie dem Europa-Park für die ausgezeichnete Vorbereitung.

 

Dr. Peter Riedel

Dr. Georg Bach

Prof. Dr. Elmar Hellwig

 

 

Dr. Norbert Struß

 

Dr. Helen Schultz

 

 

Programm

45. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte

Seminare

Donnerstag, 23. April 2020

12:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Neues Hygiene-Modul H3: „Aufbereitung von semi-/ kritischen Medizinprodukten in der Zahnarztpraxis“ Andrea Birkhold

Andrea Birkhold
Andrea Birkhold
Curriculum Vitae

Die Zielgruppe dieses Seminars ist das gesamte Praxisteam mit einem bereits vorhandenen breiten Wissen der Basic-Hygienemaßnahmen in einer Zahnarztpraxis. Folgende Seminarinhalte warten auf Sie: 

Grundlagen: 

  • Rechtskunde 
  • Hygienemanagement als wesentlicher Bestandteil des praxisinternen Qualitätsmanagementsystems
  •  Risikobewertung und Einstufung von Medizinprodukten
  • Räumliche und organisatorische Aspekte der Aufbereitung
  • Der systematische Ablauf der Aufbereitung von Medizinprodukten
  • Sicherheitstechnische Kontrolle/Wartung an aktiven Medizinprodukten
  • Validierung der Aufbereitungsprozesse

Aufbereitungsprozess:

  • Sachgerechtes Vorbereiten
  • Reinigungs- und Desinfektionsverfahren
  • Zwischen- und Schlussspülung, Trocknung
  • Prüfung auf Sauberkeit und Unversehrtheit
  • Pflege und Instandsetzung
  • Funktionsprüfung
  • Sterilgutverpackung
  • Dampfsterilisation
  • Kennzeichnung
  • Freigabe und Chargendokumentation, Fehlermanagement
  • Transport und Lagerung

Sie erhalten 8 Fortbildungspunkte.

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Abrechnung von Chairside Leistungen nach GOZ und BEB Samira Müller, Freiburg ZTM Christian Müller, Freiburg

Samira Müller
Samira Müller Freiburg
Curriculum Vitae
ZTM Christian Müller
ZTM Christian Müller Freiburg
Curriculum Vitae

Täglich werden in der Praxis viele zahntechnische Leistungen erbracht. Von dem Anfertigen von Modellen bis zu kleineren Wiederherstellungsmaßnahmen am Zahnersatz. Aber wie können diese korrekt abgerechnet werden um ein angemessenes Honorar dafür zu erhalten? In diesem Seminar vermitteln wir Ihnen das nötige Wissen und zeigen Ihnen, welche möglichen BEB Positionen Sie zu den privatzahnärztlichen Positionen abrechnen dürfen!

Inhalt:

  • Grundlagen zur Berechnung von zahntechnischen Leistungen
  • Ersatz von Auslagen nach § 9 GOZ
  • Anlegen, Beschreiben und Kalkulieren von zahntechnischen Leistungen
  • Schwerpunkte: – Situationsmodelle / Planungsmodelle
  • Fluoridierungsschienen / Bleichschienen
  • Aufbissbehelfe mit und ohne adjustierter Oberfläche
  • Herstellung eines Provisoriums / Laborprovisoriums
  • Herstellung eines individuellen Löffels / Funktionslöffel
  • Positionierungsschablone / Röntgenschablone, Navigationsschablone / chirurgischen Führungsschablone
  • kleinere Wiederherstellungsmaßnahmen am Zahnersatz
  • Einblicke in die CAD/CAM Abrechnung mit einfachen Fallbeispielen

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Notfallseminar für das Praxisteam – „Management und Versorgung medizinischer Notfälle in der Zahnarztpraxis“ Reimund Andlauer und Team

Reimund Andlauer und Team
Reimund Andlauer und Team
Curriculum Vitae

Notfallseminar für das Praxisteam

Management und Versorgung medizinischer Notfälle in der Zahnarztpraxis

„Kommen Sie schnell, ein Notfall!!!!!“
Referent: Reimund Andlauer und Team

Älter werdende und somit auch immer häufiger auftretende Risikopatienten unterziehen sich längeren zahnärztlichen Behandlungen. Zu einer Notfallsituation kann es schon morgen kommen – Notfälle kündigen sich nicht an.

In diesem halbtägigen Seminar werden die Teilnehmer auf genau diese Situation vorbereitet. Abläufe, Teammanagement und der richtige Einsatz Ihres Notfallequipments werden vermittelt. In der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes werden Sie die Vitalparameter des Notfallpatienten adäquat sichern können.

Inhalt:

  • Grundlagen und Struktur für die qualifizierte und professionelle Versorgung von medizinischen Notfällen in der Zahnarztpraxis
  • Notfallsituationen erkennen und richtig einschätzen
  • Grundlagen der Patientenversorgung (Lagerung, Sauerstoff…)
  • Teammanagement bei Notfällen
  • Atem- und Kreislaufmanagement
  • Cardio-Pulmonale-Reanimation (nach den neuesten Guidelines)
  • Umgang mit der vorhandenen Notfallausrüstung

Sie haben die Möglichkeit, Ihren Notfallkoffer zum Seminar mitzubringen und durch den Referenten kontrollieren zu lassen.

Sie erhalten 5 Fortbildungspunkte.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Seminar für Studierende und junge Zahnärztinnen/Zahnärzte Dr. Susanne Woitzik

Dr. Susanne Woitzik
Dr. Susanne Woitzik Mitglied der Geschäftsleitung der ZA eG
Curriculum Vitae

Auch in diesem Jahr bieten wir im Rahmen der 44. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte in Rust jungen Zahnärztinnen und Zahnärzten sowie Studierenden ein kostenfreies Seminar an.

Selbst- und Veränderungsmanagement
Warum „Ich will alles und zwar sofort“
Sie von der Erreichung Ihrer Ziele abhält

Referent: Dr. Susanne Woitzik
Mitglied der Geschäftsleitung der ZA eG

Jeder kennt sie die guten Vorsätze zum Jahresanfang... spätestens am 15. Januar sind sie bereits in Vergessenheit geraten und der Alltag hat uns wieder. Das muss allerdings nicht zwingend so sein. Mit einigen kleinen psychologischen Kniffen können Sie jedes Ziel erreichen und vor allem auch andere dafür gewinnen, gemeinsam mit Ihnen Veränderungen anzugehen. Letzteres wird spätestens dann wichtig, wenn Sie eine Praxis übernehmen oder als Sozius in eine Berufsausübungsgemeinschaft einsteigen und Ihre eigenen Ideen umsetzen möchten. Denn Sie kommen neu in ein bestehendes Team mit eigenen Strukturen, geschriebenen und ungeschriebenen Gesetzen. Wenn Sie dort gleich mit der Tür in’s Haus fallen und alles ändern wollen, was Ihnen wichtig, ist das – genau wie Vorsätze zum Jahresanfang – zum Scheitern verurteilt. Warum das so ist und wie es Ihnen mit Geduld gelingt, auch andere auf Ihrem Weg mitzunehmen, erfahren Sie in diesem Seminar. Natürlich können Sie die Erkenntnisse auch schon jetzt aktiv für Ihr Studium, insbesondere auch in den klinischen Semestern und für Ihre Assistenzzeit nutzen. Freuen Sie sich auf einen spannenden Workshop, in dem Sie erfahren

  • wie Sie Ihre Ziele erfolgreich umsetzen
  • wie Sie andere für Ihre Ziele gewinnen können
  • was die Arbeit im und mit Teams so herausfordernd macht und
  • wie es Ihnen gelingt, die Gruppendynamik Ihres Teams für sich zu nutzen

Dieses Seminar ist kostenfrei – ein Service Ihrer BZK Freiburg

16:30 Uhr

bis 18:00 Uhr

Die berufsständische Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung Dr. Eva Hemberger

Dr. Eva Hemberger
Dr. Eva Hemberger Präsidentinder Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte
Curriculum Vitae

Die Präsidentin der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, Frau Dr. Eva Hemberger, beleuchtet die berufsständische Versorgung sowie die Versorgungsanstalt allgemein und konkret mit Inhalten zu folgendem Themenkreis:

  • Gründungsmotive von berufsständischen Versorgungswerken
  • Die Selbstverwaltung Versorgungsanstalt
  • Die verschiedenen Finanzierungsverfahren
  • Das Finanzierungsverfahren der Versorgungsanstalt
  • Versorgungsabgaben (Pflicht und Gestaltungsmöglichkeit)
  • Versorgungsleistungen (Anspruch, Berechnung und Höhe), z.B. kindbezogene Leistungen, Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit
  • Rentenbezugsdauer

Pre-Congress

Donnerstag, 23. April 2020

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Die gängigsten Mythen zur Zahngesundheit – Fakt und Fiktion! Referentin: Dr. Karolin Aulwurm, Oral Care Consultant, CP GABA GmbH 1 |

Referentin: Dr. Karolin Aulwurm, Oral Care Consultant, CP GABA GmbH

Rund um die Zahngesundheit ranken sich seit Anbeginn der Zeit zahlreiche Mythen, deren Ursprung nicht immer klar erkennbar ist. Handelt es sich bei einigen dieser Überlieferungen tatsächlich um Fakten, oder können sie als pure Fiktion entlarvt werden? Oft ist das nicht so einfach zu entscheiden, und so mancher Mythos, wie etwa “Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn!” war ob der bis vor einigen Jahrzehnten noch nicht wie heute entwickelten Prävention im Bereich der Zahnmedizin tatsächlich für viele Mütter gelebte Realität. Anderen Mythen, wie “Nach dem Essen muss man mindestens 30 Minuten mit dem Zähneputzen warten!”, kann heute dank der sehr weit fortgeschrittenen Möglichkeiten der Forschung entschieden auf den Grund gegangen werden. Hier zeigt die Entwicklung des wissenschaftlichen Fortschritts, dass Sachverhalte immer so lange als richtig angenommen wurden, bis sie durch neue Erkenntnisse widerlegt werden konnten. Was nicht bedeutet, dass die ursprünglich angenommenen Sachverhalte nicht noch immer in den Köpfen so mancher Menschen verankert geblieben sind.

In diesem Vortrag werden rund 12 Mythen rund um die Zahngesundheit unter die Lupe genommen und dabei das eine oder andere Mysterium gelüftet.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Update – betriebswirtschaftlich stimmige Abrechnung von zahnärztlichen Leistungen Referentin: Sabine Schmidt GOZ-/BEMA-Referat Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH 2 |

Referentin: Sabine Schmidt GOZ-/BEMA-Referat Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH

Die Gebührenordnung für Zahnärzte ist zwischenzeitlich sieben Jahre alt. Die meisten Zahnarztpraxen haben sich mit der GOZ „arrangiert“. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Gestaltung des zahnärztlichen Honorars häufig nicht der tatsächlichen betriebswirtschaftlichen Kalkulation entspricht. In diesem Seminar beleuchten wir, wie eine betriebswirtschaftlich stimmige Kalkulation in verschiedenen Bereichen umsetzbar ist. Z.B. bei Analogleistungen, privaten Zusatzleistungen, zahntechnischen Leistungen, Steigerungsfaktoren etc.

Begeben Sie sich mit der Referentin auf die Suche nach „verborgenen Schätzen.“

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Notfallversorgungen vollständig und korrekt berechnen – (k)ein Grund zur Panik?! Referent: Christian Fergin, Geschäftsführer VaboDent UG, Potsdam 3 |

Referent: Christian Fergin, Geschäftsführer VaboDent UG, Potsdam

Der Notfall- und Schmerzpatient ist nicht nur organisatorisch eine Herausforderung für Ihre Praxis, sondern auch abrechnungstechnisch. Bei Schmerzzuständen muss schnell reagiert werden, um diese zu lindern bzw. Spätfolgen zu vermeiden. Häufig kommt in diesen Situationen jedoch der betriebswirtschaftliche Gedanke zu kurz, wodurch jährlich empfindliche Honorarverluste entstehen können. Begünstigt wird dies durch Unsicherheiten der rechtlichen Möglichkeiten und einzelnen Abrechnungsbestimmungen. In diesem Seminar möchten wir Ihnen die Sicherheit geben, um bei der Abrechnung der zahnärztlichen Leistungen nicht in Panik auszubrechen:

  • Möglichkeiten der Zahlungsvereinbarungen bei Akutfällen
  • Schul- und Wegeunfälle – die Abrechnung mit Unfallkassen und der Berufsgenossenschaft
  • Erste-Hilfe-Leistungen bei Ohnmacht
  • provisorische Verschlüsse und dentinadhäsive Restaurationen frakturierter Zähne und Zahnfragmente
  • endodontische Notfallbehandlung - Berechnung moderner Therapiekonzepte
  • Zahnentfernungen und Wundversorgungen (einschl. GOÄ)
  • Schienung luxierter Zähne
  • provisorische Versorgungen im Rahmen der Notfalltherapie (Provisorien, Umarbeitung natürlicher Zähne zum Provisorium, Interimsversorgungen, Rezementierungen, etc.)
  • u.v.m.

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Prophylaxe und Therapie von Parodontitis und Periimplantitis in der Praxis: Das Zürcher PPP-Konzept Referent: Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin, CH-Zürich 4 |

Referent: Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin, CH-Zürich

Dieser Kurs bietet theoretische und praktische Einblicke in ein einfaches aber striktes Konzept mit voraussagbaren biologischen Behandlungsergebnissen. Vermittelt werden Tipps für den Praxisalltag, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Optimierung der nicht-chirurgischen Therapie von Parodontitistherapie und Periimplantitis gelegt wird. Grenzen werden diesbezüglich aber auch aufgezeigt und diskutiert. Dabei wird der Wert einer strikten Vor- und Nachsorge besonders hervorgehoben und Materialien und Methoden vorgestellt, die eine effiziente anti-infektive Behandlung erlauben.

Dass Parodontologie zwar komplex aber nicht kompliziert sein muss, will dieser Kurs auf anschauliche und praktische Art vermitteln – sofern man die drei magischen Schlüsselelemente, die drei Ps, kennt und beachtet.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Biofilm-Management – Schlüssel zur Prophylaxe und Therapie parodontaler Erkrankungen Referentin: Prof. Dr. Nicole B. Arweiler, Direktorin der Abteilung für Parodontologie der Philipps-Universität Marburg 5 |

Referentin: Prof. Dr. Nicole B. Arweiler, Direktorin der Abteilung für Parodontologie der Philipps-Universität Marburg

Trotz Verbesserungen beim Mundgesundheitszustand unserer Patienten besteht weiterhin ein erhöhter Bedarf an Maßnahmen zur Vorbeugung und Therapie von parodontalen (und periimplantären) Erkrankungen. Dabei ist die regelmäßige und möglichst vollständige Entfernung des oralen Biofilms – sowohl häuslich als auch regelmäßig professionell – eine wichtige Prophylaxestrategie. Im Workshop werden klassische und neue Verfahren zum mechanischen sowie Wirkstoffe zum chemi- schen Biofilmmanagement vorgestellt und kritisch beurteilt.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Das BLX Implantat Sofortversorgungskonzepte im Wandel der Zeit, von der Ausnahme-indikation zum Goldstandard! Wo stehen wir heute? Referenten: Dr. Joachim Beck-Mußotter, M.Sc., M.Sc., M.Sc., MME, Weinheim
Dr. Puria Parvini, M. Sc., Goethe-Universität Frankfurt
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Referenten: Dr. Joachim Beck-Mußotter, M.Sc., M.Sc., M.Sc., MME, Weinheim
Dr. Puria Parvini, M. Sc., Goethe-Universität Frankfurt

Dr. P. Parvini und Dr. J. Beck-Mußotter beleuchten die Themenfelder wissenschaftlicher Grundlagen, klinische Entwicklung, Patientenwunsch und Anspruch sowie die digitale Integration im Praxisumfeld. Eine kontrovers geführte Patientenfallanalyse beider Referenten zeigt das Behandlungsspektrum und Grenzen von Sofortimplantationsverfahren auf.

Die moderne Implantologie und das Verständnis des zeitgemäßen Zahnarztes beinhalten heute auch, die patient-related outcome measures (PROMs) zu berücksichtigen. Die Anforderung der aktuellen Implantologie und heutiger Patienten sind dabei, alle patientenbelastenden Faktoren soweit als möglich zu reduzieren. Dazu gehören die Anzahl der Behandlungstermine, die chirurgische Morbidität, die Dauer bis zum Behandlungsabschluss und auch die Wirtschaftlichkeit der Versorgung. Sofortversorgungen im Einzelzahnbereich oder auch ganzer Kiefer lösen außerdem im Wesentlichen zwei Probleme: Zum einen erreichen wir eine hohe Life-Quality für die Patienten. Und zum anderen erhalten wir die periimplantären Weichgewebe in ihrer natürlichen Form für eine natürliche Ästhetik! Aus diesem Grunde spielt die Sofortversorgung und die schablonengeführte Implantologie heute eine entscheidende Rolle! Mit vollkonischen, selbstschneidenden Implantaten stehen heute Systeme zur Verfügung, die mit Unterstützung der digitalen Workflows und Guided Verfahren sichere und vorhersagbare Lösungen bieten. Die praxisnahe Umsetzung und das step by step Procedere sind Inhalt und Ziel dieses Vortrags.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

4 Themen für Ihre Zukunft – Marketing, Internet, Führung und digitale Abformung Referenten: Stephan Jorewitz, Bensheim, Ana Pereira, Bamberg
Hans-Peter Theilig, Ludwigshafen, Mark Neubauer, Peine
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Referenten: Stephan Jorewitz, Bensheim, Ana Pereira, Bamberg
Hans-Peter Theilig, Ludwigshafen, Mark Neubauer, Peine

Teil 1: Die wirklichen Erfolgsfaktoren der Zahnarztpraxis

Was sind die wirklichen Erfolgsfaktoren einer Zahnarztpraxis? Stephan Jorewitz, Ana Pereira und Hans-Peter Theilig zeigen eine Bewertung über die Bedeutung von Marketing, Internet und Führung. Was haben Kommunikations- und Nutzungsverhalten im Internet mit Ihrer Zahnarztpraxis zu tun? Oder gar Parship und Xing? Wer verhilft mir in diesem Dschungel der Möglichkeiten den Überblick zu behalten? Die wahren Experten beginnen mit „P“ und sitzen bei Ihnen im Wartezimmer. Web, Social Media, Facebook, Instagram – Kommunikation lebt von Bildern und Geschichten: ganz gleich, ob analog oder digital, ob Print oder Online, ob Praxisbroschüre oder Insta-Post. Aber was ist meine Story? Was macht mich einzigartig, attraktiv, spannend, besonders, unterhaltsam? Wenn Mitarbeiter Ihnen folgen sollen, müssen sie wissen, wohin! Führungskompetenz kann erlernt werden. Und die erste heißt: „Selbstführung“! Dabei ist es wichtig, sich über die eigene Haltung und Ziele bewusst zu werden, um andere als Vorbild führen und motivieren zu können.

Teil 2: Faszination „Digitale Abformung“
ZT Mark Neubauer wird die digitale Abformung vollumfänglich darstellen, insbesondere auf die Fragen eingehen

  • ob ein Intraoralscanner heute den analogen Weg des klassischen Abdrucks ersetzen kann?
  • ist das Scannen wirklich so einfach, schnell und genau geworden, wie es die Fans beschreiben?
  • welche Voraussetzungen müssen in Praxis und Labor gegeben sein, um mit dem intraoralen Scan in den digitalen Workflow einzusteigen?
  • Welche Bedeutung spielen dabei offene Systeme und offene Schnittstellen?

Der Referent gibt Hilfestellungen, wie man in der aktuellen Scanner-Generation den richtigen Intraoralscanner findet, der zu einem passt. Am Ende haben die Teilnehmer bei Hands-on die Möglichkeit, die Primescan von Dentsply Sirona auszuprobieren und sich von der neuen Technologie faszinieren zu lassen.

15:30 Uhr

bis 18:00 Uhr

Vermögen aufbauen – Reichtum wahren – Chancen nutzen Referent: Frank Haßler
Diplom-Bankbetriebswirt, Prokurist,
Private Banking der apoBank
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Referent: Frank Haßler
Diplom-Bankbetriebswirt, Prokurist,
Private Banking der apoBank

Viel Erfahrung in der Betreuung vermögenden Kunden!

  • Die Welt verändert sich radikal – was bedeutet das für mein Vermögen?
  • Megatrend Nachhaltigkeit – Wie definiert sich Nachhaltigkeit in der Geldanlage?
  • Welche Auswirkung hat die lockere Geldpolitik der Zentralbanken?
  • Wo ist Wachstum? Wo kann man gewinnbringend Geld anlegen?

Der Fokus liegt auf einem interaktiven Austausch mit Ihnen und Ihren Fragen.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Kreative Dentalfotografie – So kommt Licht ins Dunkel Referent: Dr. Ingo Frank, praktizierender Zahnarzt und Partner in der Praxis Dr. Bayer & Kollegen in Landsberg am Lech. Außerdem ist er Lehrbeauftragter der Akademie Praxis und Wissenschaft der DGZMK und Leiter des Young Esthetic Circle München (DGÄZ). 9 |

Referent: Dr. Ingo Frank, praktizierender Zahnarzt und Partner in der Praxis Dr. Bayer & Kollegen in Landsberg am Lech. Außerdem ist er Lehrbeauftragter der Akademie Praxis und Wissenschaft der DGZMK und Leiter des Young Esthetic Circle München (DGÄZ).

Dr. Ingo Frank demonstriert Ihnen live, wie Sie mit wenig Aufwand, aber guten Tipps vom Profi, die Dentalfotografie in den Praxisalltag integrieren. Dabei entstehen tolle Fotos für Diagnose, Planung, Forensik oder für Marketingzwecke.

Inhalte zum Vortrag mit Workshop und Live Demonstrationen:

  • Digitale Kommunikation mit Patienten: Aufklärung, Vorher-Nachher-Fotos, Videos etc.
  • Ausrüstung: Kamera, Objektive und Blitze
  • Smartphone-Fotografie: Sind Fotos mit dem Handy schon gut genug? Welche Apps & Zubehör gibt es?
  • Marketing: Wie verwende ich dentale Fotos für meinen beruflichen Erfolg?
  • Digital Smile Design: in 5 Minuten mit den richtigen Fotos zu einem virtuellen Mock-up
  • Produktfotografie: Zahntechnische Arbeiten präsentieren
  • Workflow: Bildbearbeitung & Archivierung

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Alveolenmanagement – ein klinisches Update nach 20 Jahren praktischer Erfahrung Referent: Dr. Karl-Ludwig Ackermann, Filderstadt 10 |

Referent: Dr. Karl-Ludwig Ackermann, Filderstadt

Es gibt drei Gründe warum der alveoläre Knochen atrophiert:

  • das Trauma mit alveolärem Defekt
  • die Parodontopathie und
  • die Zahnextraktion

Bei letztgenannter kann aber einer lokal ossären oder einer alveolären Atrophie durch eine Socket-Preservation bzw. einer Ridge Preservation entgegengesteuert werden. Dies ist vornehmlich in der ästhetischen Zone und auch bei geplanter Implantation mittlerweile ein unabdingbares Muss geworden. Schon seit Anfang des Jahrtausends verwenden wir in beiden Indikationen die Duo Matrix Bio Oss-Collagen®, die mit einer Kollagenmembran (Bio Gide®) im Sinne der gesteuerten Geweberegeneration (GBR) bzw. einer Kollagenmatrix (Mucograft®-Seal) abgedeckt wird. Die dreidimensionale „Rekonstruktion“ bietet in idealer Form die Voraussetzungen für implantat-prothetische Versorgungen in der Folge.

Der Vortrag zeigt den tatsächlichen Nutzen der beiden Techniken auf und demonstriert an vielen Langzeitergebnissen den Benefit dieser einfachen und biologisch stabilen Behandlungsmodalität mit Biomaterialien.

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Neue Trends in der digitalen Kieferorthopädie Dr. Oliver Liebl, Wertheim am Main 11 |

Dr. Oliver Liebl, Wertheim am Main

Dr. Oliver Liebl zeigt in diesem Vortrag/Workshop neue Trends in der digitalen Kieferorthopädie, angefangen von neuen Möglichkeiten der In-Office Produktion im Rahmen des Smart Flows oder neue Möglichkeiten der Verankerung mithilfe des Force Compensators.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

3D Diagnostik, wann ist die dritte Dimension die richtige Wahl?
– Technische Grundlagen
– Möglichkeiten und Limitationen
– Strahlenbelastung für den Patienten im Vergleich Referenten: PD Dr. Wiebke Semper Hogg, Leitung Sektion Bildgebung und implantologische Diagnostik Uniklinikum Freiburg
Dr. Philipp Pawlenka, Frankfurt am Main
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Referenten: PD Dr. Wiebke Semper Hogg, Leitung Sektion Bildgebung und implantologische Diagnostik Uniklinikum Freiburg
Dr. Philipp Pawlenka, Frankfurt am Main

Frau PD Dr. Semper Hogg stellt dem interessierten Zuhörer die technischen Grundlagen der DVT Erstellung vor, um das Bildergebnis besser interpretieren zu können. Dabei werden auch die Grenzen der Technologie aufgezeigt, ohne dabei darauf zu verzichten, die diagnostischen Vorteile herauszuarbeiten.

Zudem geht PD Dr. Semper Hogg auf die benötigte Strahlung der möglichen bildgebenden Modalitäten ein, um dem Zahnarzt die Entscheidung zu erleichtern, wann welche Bildgebung nötig, angebracht oder vorteilhaft ist.

3D-Aufnahmen werden benötigt, um eine komplexe Therapie prächirurgisch exakt zu planen oder eine Verdachtsdiagnose zu untermauern. Im Speziellen werden sie zur Planung bei Implantatbehandlungen und Knochenaugmentationen eingesetzt.

Außerdem helfen sie, z.B. das Risiko für das Entfernen kompliziert verlagerter Weisheitszähne besser einschätzen und planen zu können. Dr. Pawlenka stellt Beispiele aus seiner Praxis vor und erläutert, wann und weshalb DVT Aufnahmen eingesetzt werden und welche Vorteile sie für den Patienten und den Genesungsverlauf haben.

ab 18:00 Uhr

get together

Foyer Confertainment-Centers

Wir laden Sie herzlich zum „get together“ anlässlich der 45. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte am Donnerstag, 23. April 2020, ab 18.00 Uhr, in das Foyer des Confertainment-Centers des Europa-Parks Rust ein. Die großen Erfolge der letzten Jahre wollen wir wiederholen!

Bitte seien Sie unser Gast und genießen Sie ein geselliges Miteinander in entspannender und inspirierender Umgebung. Plaudern und fachsimpeln Sie, tauschen Sie Meinungen und Erfahrungen mit Kolleg/innen, Zahnmedizinischen Fachangestellten und Mitarbeiter/innen der Dentalindustrie aus.

Ein Buffet zur Stärkung nach bzw. vor einem erfolgreichen Kongresstag steht für Sie bereit. Für den musikalischen Hintergrund sorgen DJ Steven Tingling, Sängerin Viktoria und Oleg Jakushov mit seinem Saxophon.

Eintritt, Imbiss und Getränke sind frei.

Die Dentalausstellung ist für Sie den ganzen Abend geöffnet, nutzen Sie diese Gelegenheit!

Wir freuen uns auf Sie und auf einen Abend mit vielen anregenden Gesprächen

Wissenschaftliche Vorträge

Freitag, 24. April 2020

09:00 Uhr

bis 09:15 Uhr

Eröffnung, Grußworte

09:15 Uhr

bis 10:00 Uhr

Zahnärztliche Notfälle bei Risikopatienten – die Anamnese als Schlüssel zum Erfolg Prof. Dr. Michael M. Bornstein, Basel

Prof. Dr. Michael M. Bornstein
Prof. Dr. Michael M. Bornstein Basel
Curriculum Vitae

Mit der zunehmenden Lebenserwartung in der Bevölkerung werden auch Patienten mit multiplen systemischen Erkrankungen und Polypharmazie häufiger in der Praxis vorstellig. Die Frage für zahnmedizinisch-chirurgische Eingriffe ist dabei zum einen, ob Systemerkrankungen mit/ohne systemische Medikation das Risiko für Misserfolge der geplanten Eingriffe vergrössern. Zum anderen kann es durch diese Medikamente oder auch die Grunderkrankung zu Komplikationen aufgrund oralchirurgischer Eingriffe kommen, die sich teils nur schwierig wieder in den Griff bekommen lassen. Zu den meisten systemischen Erkrankungen finden sich leider keine Studien, die Patienten mit und ohne die Erkrankung in einem kontrollierten Studiendesign vergleichen. Für die Mehrzahl der Systemerkrankungen liegen lediglich Fallberichte oder Fallserien vor, die zeigen, dass die Eingriffe wie Zahnentfernungen oder Implantatsetzung bei betroffenen Patienten möglich sind. So zeigen besipielsweise Daten zu Osteoporosepatienten keinen Zusammenhang zwischen Osteoporose und Implantatmisserfolg auf. Allerdings richten einige Studien ihren Fokus inzwischen auf die Medikation bei Osteoporosepatienten, wobei diese als potenzieller Risiko faktor für eine Kieferosteonekrose infrage kommen, die Osteoporose aber nicht per se als Risikofaktor für Implantaterfolg und -überleben betrachtet wird. Grundsätzlich gilt, dass nur durch eine umfassende Anamnese und allenfalls auch Rücksprache mit dem behandelnden Arzt bei Patienten mit Polypharmazie und Polymorbidität das Komplikationsrisiko für zahnärztlich-chirurgische Eingriffe eingeschätzt werden kann.

10:00 Uhr

bis 10:45 Uhr

Wenn es im Mund brennt – Was tun bei schmerzhaften Mundschleimhautveränderungen? Univ.-Prof. Dr. Andrea Maria Schmidt-Westhausen, Berlin

Univ.-Prof. Dr. Andrea Maria Schmidt-Westhausen
Univ.-Prof. Dr. Andrea Maria Schmidt-Westhausen Berlin
Curriculum Vitae

Der Vortrag behandelt schmerzhafte Mundschleimhautveränderungen, mit denen Zahnärzte in der Praxis häufiger zu tun haben. Hierzu zählen rezidivierende Aphthen, die Infektion mit Candida Spezies, der Orale Lichen planus sowie bei älteren Patienten das vernarbende Schleimhautpemphigoid und die Herpes Zoster Infektion. Zu jedem Krankheitsbild werden

  • Ätiologie (soweit bekannt)
  • klinische Merkmale und Erscheinungsformen
  • Hilfsmittel zur Diagnosestellung
    • mikrobiologischer Abstrich
    • Bürstenzytologie und Skalpellbiopsie zur histopathologischen Untersuchung
  • Möglichkeiten zur Früherkennung
  • Prophylaxe
  • Differenzialdiagnosen
  • Therapie

dargestellt.

In der Zusammenfassung „Tipps für die Praxis“ erhalten die Teilnehmer praktische Informationen zum Umgang mit den Krankheiten einschließlich Medikation in Kurzform.

10:45 Uhr

bis 11:30 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

11:30 Uhr

bis 12:30 Uhr

Festvortrag
Menschliche und maschinelle Intelligenz – Wie es funktioniert und was das für uns bedeutet Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, Ulm

Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer
Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer Ulm
Curriculum Vitae

In seinem kleinen Büchlein „Die Rechenmaschine und das Gehirn“ beschrieb John von Neumann schon in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von menschlicher und maschineller Informationsverarbeitung. Bis heute sind diese Gedanken einerseits wahr, haben jedoch andererseits keineswegs die allgemeine Verbreitung erfahren, die ihrer Bedeutung entspräche. Im Gegensatz zu Computern machen Gehirne keine Downloads, sie werden vielmehr benutzt und verändern sich dadurch. Dies ist Lernen. Für Einzelheiten ist der Hippocampus zuständig, im Kortex dagegen geht es vor allem um allgemeine Regeln. Im Computer erfolgen die Verarbeitung und die Speicherung von Informationen getrennt in der central processing unit (CPU) und auf einem Massenspeicher (Festplatte oder SSD Chip), im Gehirn dagegen gibt es diese räumliche und funktionelle Trennung nicht. Dort arbeiten Nervenzellen, die sich Informationen wechselseitig über Verbindungen zusenden (Verarbeitung), die sich dadurch in ihrer Stärke ändern (Speicherung). Damit sind die Verarbeitung und die Speicherung von Informationen nicht getrennt, sondern bilden räumlich und funktionell eine Einheit. Gehirne lassen sich heute mit (herkömmlichen oder speziell dafür gebauten) Computern simulieren, was unser Verständnis ihrer Funktion deutlich vorangebracht hat. Die Verarbeitung in solchen Neuronalen Netzwerken wird immer besser, je mehr schon verarbeitet (und damit gelernt) wurde; sie sind faktisch mittlerweile so leistungsfähig, dass sie zum Geschäftsmodell der reichsten Firmen der Welt – Apple, Google, Amazon, Facebook, Microsoft – geworden sind. In bestimmten Bereichen übertrifft die Leistungsfähigkeit dieser künstlichen Gehirne die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns. Die Folgen müssen diskutiert werden. Dabei wird u. a. auch klar: Der hermeneutische Zirkel hat keine Abkürzung.

12:30 Uhr

bis 14:00 Uhr

Mittagspause / Besuch der Dentalausstellung

14:00 Uhr

bis 14:45 Uhr

Der endodontische Notfall Dr. Christoph Zirkel, Köln

Dr. Christoph Zirkel
Dr. Christoph Zirkel Köln
Curriculum Vitae

Die endodontische Therapie gehört sicherlich zu den schwierigsten Therapien in der täglichen Praxis. Obwohl dies bekannt ist und dementsprechend viel Zeit für diese komplexen Behandlungen zu Verfügung stehen sollte, wird häufig versucht, eine Wurzelkanalbehandlung zwischen zwei Präparationstermine zu quetschen und dies nicht selten mit verheerenden Folgen. Da Eile geboten ist, kommt es schnell zu Perforationen, Präparationsfehlern oder auch Instrumentenfrakturen. Grund für diese fragliche Terminplanung ist meist der Schmerzpatient, welcher ungeplant die Praxis aufsucht. Zum einen erhofft sich der Patient eine schnelle Linderung seine Beschwerden, zum anderen möchte kein Kollege große Verzögerungen in seinem durchgeplanten Praxistag. So entsteht aus dieser Situation also ein erheblicher Zeitdruck. Vielen Kollegen ist jedoch nicht bewusst, dass sich die Schmerzbehandlung deutlich von der „normalen“ Wurzelkanaltherapie unterscheidet und in den meisten Fällen auch nur einen Bruchteil der Zeit beansprucht. In diesem Vortrag soll der Unterschied zwischen einer komplexen endodontischen Behandlung und einer kurzen, meist einfacheren Schmerz behandlung skizziert werden. Außerdem werden Lösungswege für die verschieden Schmerzfälle diskutiert, da es vorab häufig nicht klar ist, ob es sich um eine endodontische Problematik handelt oder eine anders geartete Schmerzsymptomatik. Weiterhin werden Konzepte vorgestellt, die es dem Kollegen ermöglicht diese Fälle zu therapieren, ohne dass der gesamte Praxisalltag durcheinander kommt. Denn nur wenn genügend Zeit für eine endodontische Maßnahme zur Verfügung steht, kann qualitativ hochwertig gearbeitet werden und auch im Vorfeld über evtl. anfallende Kosten mit einem dann schmerzfreien Patienten gesprochen werden.

14:45 Uhr

bis 15:30 Uhr

Was tun bei einer akut schmerzhaften Craniomandibulären Dysfunktion Dr. Dr. Nenad Lukic, Zürich

Dr. Dr. Nenad Lukic
Dr. Dr. Nenad Lukic Zürich
Curriculum Vitae

Schmerzzustände im Bereich der Zähne, des Kiefers oder Gesichtes betreffen 20% der Bevölkerung. Sie stellen für den Zahnarzt eine tägliche Herausforderung dar. Eine dentale Ursache stellt eine Routine dar, wobei differentialdiagnostisch häufig mit Unbehagen auch an eine CMD gedacht wird. Die CMD subsumiert lediglich verschiedene muskuläre oder artikuläre Diagnosen mit häufig multifaktoriellen Ursachen. Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der Allgemeinmedizin und der Zahnmedizin. Mit der ausführlichen Befragung und einer wissenschaftlich anerkannten, standardisierten klinischen Untersuchung stehen dem Zahnarzt objektivierbare Befunde zur Verfügung, welche es ihm ermöglichen, zielsicher eine CMD-Erkrankung zu diagnostizieren. Als Therapie sollten im Anschluss Verfahren zur Anwendung kommen, die wissenschaftlich erwiesen sind, wie z.B. die Schienentherapie. Andere Therapieformen wie die Selbstbeobachtung, Entspannungstechniken, Medikamente oder auch Begleitbehandlungen wie Akupunktur können ebenfalls angewandt werden. Bei weiterhin unklaren oder rezidivierend auftretenden bzw. persistierenden Schmerzzuständen empfiehlt sich der Einsatz eines standardisierten und validen Fragebogens, um weitere Differentialdiagnosen oder häufige Komorbiditäten miterfassen zu können. Anhand klinischer Fallbeispiele werden die häufigsten akuten CMD-Beschwerden vorgestellt, deren Pathophysiologie und diagnostischen Möglichkeiten diskutiert und die aktuellen Therapieoptionen aufgezeigt.

15:30 Uhr

bis 16:15 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

16:15 Uhr

bis 17:00 Uhr

Der schwierige Weisheitszahn Univ.-Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen, Freiburg

Univ.-Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen
Univ.-Prof. Dr. Dr. Rainer Schmelzeisen Freiburg
Curriculum Vitae

Was ist ein schwieriger Weisheitszahn? Diese Frage hat eine weitgehend objektive, aber insbesondere natürlich auch eine subjektive Komponente. Studien aus der Literatur berichten über durchschnittliche Komplikationsraten von bis zu 8%, davon 4% Infektionen und 4% Sensibilitätsstörungen. Aus dem Kollegenkreis und von betroffenen Patienten werden über Weisheitszähne und insbesondere von „DEM“ schwierigen Weisheitszahn Schauergeschichten erzählt. Bei der Entfernung eines schwierigen Weisheitszahns spielen in erster Linie die Erfahrung des Operateurs, die Lage des Zahnes und patientenspezifische Parameter wie Alter, Risikostatus und Anamnese eine große Rolle. Wann muss ein Weisheitszahn überhaupt entfernt werden? Wann ist eine DVT zwingend erforderlich, welche Empfehlung gibt es bezüglich der Indikationsstellung und der Durchführung laut S2K-Leitlinie? Wie entfernt man einen Weisheitszahn im Kiefergelenkkopf? Gibt es klinische oder radiologische Fakten, an denen sich der Schwierigkeitsgrad bei der Entfernung eines Weisheitszahnes festmachen lässt? Anhand von Leitlinien, ausgesuchter Literatur, eigenen (mitunter leidvollen) Erfahrungen und Fallbeispielen werden Empfehlungen für die chirurgische Durchführung der Weisheitszahnentfernung gegeben, Behandlungen von typischen Komplikationen wie Nervenläsionen, Unterkieferfrakturen, oder die Dislokation des Zahnes oder Zahnteilen in den Mundboden oder die Fossa pterygopalatina werden demonstriert. Im Vortrag werden Empfehlungen gegeben für eine verantwortungsvolle Indikationsstellung, eine sichere Entfernung und für das Erkennen und Behandeln von Komplikationen.

Samstag, 25. April 2020

09:00 Uhr

bis 09:45 Uhr

Notfall in der konservierenden Zahnheilkunde Dr. Markus Lenhard, Zürich

Dr. Markus Lenhard
Dr. Markus Lenhard Zürich
Curriculum Vitae

Schließt man die Endodontie aus, sind Notfälle in der restaurativen Zahnheilkunde weitgehend auf ästhetische Einbußen beschränkt. Frakturen von Kavitätenwänden oder Füllungen im Seitenzahnbereich bedürfen in aller Regel keiner umgehenden Korrektur. Völlig anders stellt sich dies im Frontzahnbereich dar, da die damit verbundenen ästhetischen Einbußen den Patienten erheblich beinträchtigen können. Der Vortrag zeigt anhand klinischer Fälle, wie auch große Frontzahndefekte rasch korrigiert werden können. Dabei werden die Vorgehensweisen bei Neuanfertigung sowie bei Reparatur vorhandener Restaurationen im Detail dargestellt.

09:45 Uhr

bis 10:30 Uhr

Der prothetische Notfall – Lösungen aus der dentalen Trickkiste Dr. Wolfram Bücking, Wangen in Allgäu

Dr. Wolfram Bücking
Dr. Wolfram Bücking Wangen in Allgäu
Curriculum Vitae

Die Dentale Trickkiste soll geöffnet werden. Ausgewählte wertvolle Tipps und Tricks für die Lösung von prothetischen Notfällen und Komplikationen sollen vorgestellt werden. Doch können wir damit tatsächlich arbeiten? Funktionieren diese Tricks wirklich? Also glauben Sie nichts, kommen Sie und lassen Sie sich überraschen von der praktischen Durchführbarkeit der dentalen Trickkiste.

Zur Präsentation wurden folgende Teile ausgewählt:

  1. Keramikverblendung frakturiert
  2. Stiftzahn abgebrochen
  3. Brückenpfeiler verloren
  4. Der parapulpäre Stiftaufbau
  5. Das bruchsichere Provisorium im Schnelltiefziehverfahren
  6. Die spontane Brücke nach Extraktion
  7. Die verklemmte Teleskopprothese
  8. Die Implantatkrone ist locker
  9. Bruch der Implantatschraube
  10. Bruch des Implantats
  11. Nichtanlage der oberen lateralen Schneidezähne - Sofortversorgung
  12. FGP Eingliedern (fast) ohne Einschleifen

10:30 Uhr

bis 11:15 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

11:15 Uhr

bis 12:00 Uhr

Notfallbehandlung bei pflegebedürftigen Patienten Prof. Dr. habil. Ina Nitschke, MPH, Leipzig

Prof. Dr. habil. Ina Nitschke, MPH
Prof. Dr. habil. Ina Nitschke, MPH Leipzig
Curriculum Vitae

Die Altersstruktur in der Bevölkerung wandelt sich und der Anteil der Senioren, die Hilfe und/oder Pflege benötigen, wächst rasant. Dies stellt auch die Zahnmediziner vor eine Herausforderung. Die Teammitglieder der Praxis, die ältere Patienten willkommen heißen wollen, sollten sich bewusst machen, wie hoch der gerostomatologische Wohlfühlfaktor ihrer Praxis heute ist. Erreichbarkeit, der Umgang mit den Senioren und die Hilfsmittel sind dabei unter die Lupe zu nehmen. Gemeinsam sollte überlegt werden, wie die Praxis und ihre Abläufe so gestaltet werden können, dass sich Betagte und Hochbetagte gern auf den Weg machen. Strukturierte Abläufe in der Praxis helfen auch, zahnmedizinische Notfallsituationen besser für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu managen.

Pflegebedürftige werden zuhause (70%) oder in Pflegeinrichtungen betreut. Kontinuierliche Betreuung in Kooperation mit den pflegenden Angehörigen bzw. den professionellen Pflegekräften trägt dazu bei, dass Notfälle seltener werden. Notfälle sind, teilweise aus personellen Gründen, schwierig zu bewältigen, weil kurzfristig keine Pflegekraft zur Begleitung des älteren Menschen zum Zahnarzt zur Verfügung steht.

Manchmal ist der Umgang mit älteren Patienten in Notfallsituationen sehr schwierig, oft aber durch mehr Wissen um das Älterwerden sehr gut zu bewältigen. Menschen mit Demenz fordern die Fähigkeiten des zahnärztlichen Teams besonders, und die im Umgang erprobten Pflegekräfte können hier die Zahnmediziner sehr unterstützen. Pflegende bzw. besonders die Bezugspflegenden kennen die Vorlieben der Menschen mit einer kognitiven Einschränkung und können helfen, dass eine zahnärztliche Notfallsituation mit einer zahnmedizinischen Behandlung überhaupt bewältigbar ist. Ist heute „nur ein schlechter Tag“ aufgrund der Notfallsituation oder geht eine zahnärztliche Behandlung nur unter Zuhilfenahme einer ärztlich begleitenden Sedierung bzw. nur in einer Narkosesitzung?

Es ist hilfreich, wenn die Praxis einen Notfall-Anmeldebogen für die Pflege bereithält, sodass in der Einrichtung schon aus der dortigen Dokumentation die notwendigen Daten dem Zahnarzt verlässlich zur Verfügung gestellt werden. Hilfreich ist auch, einfache Fotos in die Praxis gemailt zu bekommen, sodass sich der Zahnarzt und sein Team besser auf das Problem vorbereiten können. Auch haben sich Schulungen des Pflegepersonals bewährt, sodass die nachhaltigen Angaben der geschulten Pflege helfen können, die sofortige Behandlungsnotwendigkeit besser abschätzen zu können.

12:00 Uhr

bis 12:45 Uhr

Effektive Soforttherapie bei parodontalem Notfall Univ.-Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger, Freiburg

Univ.-Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger
Univ.-Prof. Dr. Petra Ratka-Krüger Freiburg
Curriculum Vitae

Akute Parodontalerkrankungen wie beispielweise Abszesse oder Nekrotisierende Parodontalerkrankungen erfordern aufgrund ihrer Schmerzhaftigkeit und der rapiden Destruktion parodontaler Gewebe ein sofortiges Handeln. In einem Übersichtsvortrag werden die wichtigsten parodontalen Notfälle mit ihren klinischen Erscheinungsformen vorgestellt. Auch differentialdiagnostische Abgrenzungen zu anderen Erkrankungen wie beispielsweise endo-parodontale Läsionen oder Manifestation oraler Symptome bei systemischen Erkrankungen werden diskutiert. Die adäquate Therapie dieser Erkrankungen führt in den meisten Fällen zu einer schnellen Beschwerdefreiheit. Gelegentlich muss der Patient mehrmals einbestellt und therapiert werden. Eine adjunktive Antibiotikagabe sollte nicht das Mittel der Wahl sein und sich am klinischen Befund des Patienten orientieren. Bei Nichtansprechen einer mechanischen Therapie können auch andere Erkrankungen, wie z.B. Virusinfektionen oder internistische Erkrankungen vorliegen. Nach Abschluss der Akuttherapie sind weitere diagnostische Maßnahmen durchzuführen, um den Patienten, sofern notwendig, systematisch parodontal weiter zu behandeln.

12:45 Uhr

bis 13:00 Uhr

Abschließende Worte

Tagungsbroschüre

45. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte