5. Spezialpodium Kieferorthopädie

5. Spezialpodium Kieferorthopädie

Freitag, 29. April 2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nun ist es fast auf den Tag zwei Jahre her, dass unser lieb gewonnenes Spezial- podium Kieferorthopädie letztmals stattgefunden hat, aber ein kleines asiatisches Virus hat uns im vergangenen Jahr einen kräftigen Strich durch die Rechnung gemacht!

Wie schön, dass im Rahmen der Fortbildungsveranstaltung 2022 in Rust auch wieder unser Spezialpodium an den Start gehen wird!

Ebenso erfreut sind wir von der Zusage aller vier Ärztlichen Direktoren baden-würt- tembergischer universitärer Fachabteilungen Kieferorthopädie, einen Beitrag zum wissenschaftlichen Programm beizusteuern.

Diese Bereitschaft dauert nun schon seitdem wir das Spezialpodium KFO im Rahmen der Fortbildungstagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte begonnen haben und dies ehrt und freut uns zugleich!

So freuen uns mit Ihnen wir uns gemeinsam auf einen spannenden Fortbildungstag im Confertainment-Center in Rust und wir freuen uns zudem auf den kollegialen Aus- tausch mit Ihnen!

Ihr

Vorstand der BZK Freiburg

Programm

5. Spezialpodium Kieferorthopädie

Pre-Congress

Donnerstag, 28. April 2022

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Die gängigsten Mythen zur Zahngesundheit – Fakt und Fiktion! Referentin: Dr. Karolin Aulwurm, Oral Care Consultant, CP GABA GmbH 1 |

Referentin: Dr. Karolin Aulwurm, Oral Care Consultant, CP GABA GmbH
Confertainment Center, Raum Traumpalast

Sind schlechte Zähne vererbbar oder ist Karies ansteckend? Machen Fluoride dumm? Können Erdbeeren und Backpulver die Zähne aufhellen? Diese und weitere Mythen zur Zahngesundheit möchten wir in unserem Workshop mit Ihnen zusammen aufklären!

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Update – betriebswirtschaftlich stimmige Abrechnung von zahnärztlichen Leistungen Referentin: Sabine Schmidt GOZ-/BEMA-Referat Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH 2 |

Referentin: Sabine Schmidt GOZ-/BEMA-Referat Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH
Hotel Santa Isabel, Biblioteca Magellan

Die Gebührenordnung für Zahnärzte ist zwischenzeitlich sieben Jahre alt. Die meisten Zahnarztpraxen haben sich mit der GOZ „arrangiert“. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Gestaltung des zahnärztlichen Honorars häufig nicht der tatsächlichen betriebswirtschaftlichen Kalkulation entspricht. In diesem Seminar beleuchten wir, wie eine betriebswirtschaftlich stimmige Kalkulation in verschiedenen Bereichen umsetzbar ist. Z.B. bei Analogleistungen, privaten Zusatzleistungen, zahntechni- schen Leistungen, Steigerungsfaktoren etc.

Begeben Sie sich mit der Referentin auf die Suche nach „verborgenen Schätzen.“

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Notfallversorgungen vollständig und korrekt berechnen – (k)ein Grund zur Panik?! Referent: Christian López Quintero, Geschäftsführer VaboDent UG, Potsdam 3 |

Referent: Christian López Quintero, Geschäftsführer VaboDent UG, Potsdam
Französischer Themenbereich, Raum Petit Paris

Der Notfall- und Schmerzpatient ist nicht nur organisatorisch eine Herausforderung für Ihre Praxis, sondern auch abrechnungstechnisch. Bei Schmerzzuständen muss schnell reagiert werden, um diese zu lindern bzw. Spätfolgen zu vermeiden. Häufig kommt in diesen Situationen jedoch der betriebswirtschaftliche Gedanke zu kurz, wodurch jährlich empfindliche Honorarverluste entstehen können. Begünstigt wird dies durch Unsicherheiten der rechtlichen Möglichkeiten und einzelnen Abrech- nungsbestimmungen. In diesem Seminar möchten wir Ihnen die Sicherheit geben, um bei der Abrechnung der zahnärztlichen Leistungen nicht in Panik auszubrechen:

  • Möglichkeiten der Zahlungsvereinbarungen bei Akutfällen
  • Schul- und Wegeunfälle – die Abrechnung mit Unfallkassen und der Berufsgenossenschaft
  • Erste-Hilfe-Leistungen bei Ohnmacht
  • provisorische Verschlüsse und dentinadhäsive Restaurationen frakturierter Zähne und Zahnfragmente
  • endodontische Notfallbehandlung - Berechnung moderner Therapiekonzepte
  • Zahnentfernungen und Wundversorgungen (einschl. GOÄ)
  • Schienung luxierter Zähne
  • provisorische Versorgungen im Rahmen der Notfalltherapie (Provisorien, Umarbeitung natürlicher Zähne zum Provisorium, Interimsversorgungen, Rezementierungen, etc.)
  • u.v.m.

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Prophylaxe und Therapie von Parodontitis und Periimplantitis in der Praxis: Das Zürcher PPP-Konzept Referent: Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin, CH-Zürich 4 |

Referent: Prof. Dr. Patrick R. Schmidlin, CH-Zürich
Confertainment Center, Raum Sala Bianca

Dieser Kurs bietet theoretische und praktische Einblicke in ein einfaches aber striktes Konzept mit voraussagbaren biologischen Behandlungsergebnissen. Vermittelt werden Tipps für den Praxisalltag, wobei ein besonderes Augenmerk auf die Optimierung der nicht-chirurgischen Therapie von Parodontitistherapie und Periimplantitis gelegt wird. Grenzen werden diesbezüglich aber auch aufgezeigt und diskutiert. Dabei wird der Wert einer strikten Vor- und Nachsorge besonders hervorgehoben und Materialien und Methoden vorgestellt, die eine effiziente anti-infektive Behandlung erlauben.

Dass Parodontologie zwar komplex aber nicht kompliziert sein muss, will dieser Kurs auf anschauliche und praktische Art vermitteln - sofern man die drei magischen Schlüsselelemente, die drei Ps, kennt und beachtet.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Professionelle und häusliche Präventionsmaßnahmen effektiv für eine bestmögliche Patientenbindung nutzen Referentin: Frau Sabrina Dogan, Dentalhygienikerin 5 |

Referentin: Frau Sabrina Dogan, Dentalhygienikerin
Confertainment Center, Raum Versailles

Die Inhalte dieses Workshops spannen den Bogen zwischen professionellen Präventionskonzepten und häuslichen Zahnpflegegewohnheiten. Verfahren zum mechanischen sowie Wirkstoffe zum chemischen Biofilmmanagement werden vorgestellt (mit Hinweis auf die Leitlinie). Zudem wird auf die Erwartungen der Patientinnen und Patienten an Fachpersonal eingegangen. Wie wirken wir auf unsere Patientinnen und Patienten? Wie können wir durch einfache und gezielte Maßnahmen punkten? Wie bleiben wir positiv in Erinnerung und wie machen wir sie zum „Fan unserer Zahnarztpraxis“?

Ein Workshop „aus der Praxis – für die Praxis“ wartet auf Sie.
Versenden Sie zukünftig eine Praxis-Message, die nachhaltig ist und Wirkung zeigt!

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Im Dschungel der Polier- und Abrasiv-Körper – Was, womit und wofür? Referenten: Frau Vesna Braun, DH & Certified Top-Speaker International 6 |

Referenten: Frau Vesna Braun, DH & Certified Top-Speaker International
Confertainment Center, Raum Heinrich Mack

Keine Frage, die Zahnflächenpolitur war und ist ein fester Bestandteil der professionellen Prophylaxe. Doch so unterschiedlich die einzelnen Prophylaxesitzungen heute sind, so verschieden sind auch die Indikationen und Verbrauchsmaterialien. RDA-Werte, mit oder ohne Fluorid, selbstreduzierend... von den Polierkörpern ganz zu schweigen. Dem aber nicht genug, denn bei den Pulverstrahlgeräten reihen sich zunehmend mehr und mehr unterschiedliche Polierpulver ein, so dass die individuelle Auswahl auch hier erschwert wird. Zum Thema minimalinvasive Oberflächenpolitur hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan – und das wollen wir belichten. Welche Hilfsmittel können bei welchen Patientengruppen professionell und effizient eingesetzt werden?

Inhalt:

  • Update Politur – Bürstchen, Kelch, Pulver-Wasserstrahl & Co.? – Unterschiede der Politur
  • Welche Politur- und Abrasiv-Körper stehen uns zur Verfügung? – RDA-Wert und Korngröße – auf was kommt es an?

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Alignertherapie Referentin: Zahnärztin Carolin Hochberger, Hildesheim 7 |

Referentin: Zahnärztin Carolin Hochberger, Hildesheim
Confertainment Center, Raum Goethe

Die Digitalisierung hat in der zahnmedizinischen Praxis Einzug gehalten und ermöglicht nicht nur die umfassende prothetische Versorgung, sondern auch die Anwendung des Intraoralscanners im Bereich der Alignertherapie. Die Erweiterung des Praxisportfolios mittels transparenter Schienentherapie ermöglicht moderne minimalinvasive Therapieansätze zur erfolgreichen ästhetischen, funktionellen und präprothetischen Versorgung.

Zahnärztin Carolin Hochberger zeigt am Beispiel ClearCorrect, wie das Team
der Praxis „Zahnmedizin im Zentrum Hildesheim“ einen neuen digitalen Workflow erfolgreich in den Praxisalltag integriert hat. Es werden die Grundprinzipien der Alignertherapie erarbeitet, erfolgreiche Mitarbeiterschulung und Integration dele- gierbarer Leistungen in den Alltag präsentiert und anhand von Hands-on Training direkt umgesetzt.

15:30 Uhr

bis 18:00 Uhr

Vermögen aufbauen – Reichtum wahren – Chancen nutzen Referent: Frank Haßler, Diplom-Bankbetriebswirt, Direktor Filialleitung Freiburg, Leiter Team Private Banking 8 |

Referent: Frank Haßler, Diplom-Bankbetriebswirt, Direktor Filialleitung Freiburg, Leiter Team Private Banking
Hotel Colosseo, Raum Borghese die Rolf Knie

Viel Erfahrung in der Betreuung vermögenden Kunden!

  • Die Welt verändert sich radikal – was bedeutet das für mein Vermögen?
  • Megatrend Nachhaltigkeit – Wie definiert sich Nachhaltigkeit in der Geldanlage?
  • Welche Auswirkung hat die lockere Geldpolitik der Zentralbanken?
  • Wo ist Wachstum? Wo kann man gewinnbringend Geld anlegen?

Der Fokus liegt auf einem interaktiven Austausch mit Ihnen und Ihren Fragen.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Kreative Dentalfotografie – So kommt Licht ins Dunkel Referent: Dr. Ingo Frank, praktizierender Zahnarzt und Partner in der Praxis Dr. Bayer & Kollegen in Landsberg am Lech. Außerdem ist er Lehrbeauftragter der Akademie Praxis und Wissenschaft der DGZMK und Leiter des Young Esthetic Circle München (DGÄZ). 9 |

Referent: Dr. Ingo Frank, praktizierender Zahnarzt und Partner in der Praxis Dr. Bayer & Kollegen in Landsberg am Lech. Außerdem ist er Lehrbeauftragter der Akademie Praxis und Wissenschaft der DGZMK und Leiter des Young Esthetic Circle München (DGÄZ).
Französischer Themenbereich, Raum Salle d'Europe

Dr. Ingo Frank demonstriert Ihnen live, wie Sie mit wenig Aufwand, aber guten Tipps vom Profi, die Dentalfotografie in den Praxisalltag integrieren. Dabei entstehen tolle Fotos für Diagnose, Planung, Forensik oder für Marketingzwecke.

Inhalte zum Vortrag mit Workshop und Live Demonstrationen:

  • Digitale Kommunikation mit Patienten: Aufklärung, Vorher-Nachher-Fotos, Videos etc.
  • Ausrüstung: Kamera, Objektive und Blitze
  • Smartphone-Fotografie: Sind Fotos mit dem Handy schon gut genug? Welche Apps & Zubehör gibt es?
  • Marketing: Wie verwende ich dentale Fotos für meinen beruflichen Erfolg?
  • Digital Smile Design: in 5 Minuten mit den richtigen Fotos zu einem virtuellen Mock-up
  • Produktfotografie: Zahntechnische Arbeiten präsentieren
  • Workflow: Bildbearbeitung & Archivierung

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Sinuslift - Ein praxisnahes Konzept zum Erlernen der Sinusbodenelevation und Augmentation Referent: Dr. Claus Fuchs, Konstanz, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) 10 |

Referent: Dr. Claus Fuchs, Konstanz, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ)
Confertainment Center, Raum Circus Celebration

Sinuslift – Ein praxisnahes Konzept zum Erlernen der Sinusbodenelevation und Augmentation

Ziel ist es, Teilnehmen*innen die unterschiedlichen Versorgungsansätze umfänglich zu vermitteln, sodass die Umsetzung in der Praxis erleichtert wird. Im Rahmen dieses Workshops sollen Implantologen*innen und implantologisch interessierten Zahnärzten*innen, die ihr Praxisspektrum erweitern möchten, praxisnahe Behandlungskonzepte für die Umsetzung der Sinusbodenelevation und Augmentation vermittelt werden.
Sie diskutieren mit dem Referenten über die Sinusbodenelevation, deren Durchführung, dem Komplikations- management sowie über augmentative Maßnahmen.

Demonstration der Operationstechnik anhand von OP-Filmen

  • Vorgehensweise externe Sinusbodenelevation + Augmentation + Implantation
  • Vorgehensweise Socket Preservation / Ridge Preservation zur Vermeidung einer umfangreichen Augmentation

Umgang mit Komplikationen:

Sie lernen, wie man im Vorfeld Risiken abschätzt und Komplikationen auf diese Weise aus dem Weg geht. Zudem bekommen Sie einen Einblick, wie Sie intraoperative Probleme bewältigen können.

  • Unerkannte Septen
  • Unerwartete Morphologie der anatomischen Strukturen
  • Unabsichtliche Perforation der Schneider’schen Membran

Hands-On (optional)

  • Externer Zugang in die Kieferhöhle am Sinuslift-Segmentmodell
  • Präparation mittels Piezochirurgie
  • Membranpräparation mit Handinstrumenten oder Piezochirurgie-Geräten
  • Augmentation des Sinus und Abdeckung des lateralen Fensters mit Geistlich Biomaterialien

ab 18:00 Uhr

get together

Foyer Confertainment-Centers

Wir laden Sie herzlich zum „get together“ anlässlich der 45. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte am Donnerstag, 28. April 2022, ab 18.00 Uhr, in das Foyer des Confertainment-Centers des Europa-Parks Rust ein. Die großen Erfolge der letzten Jahre wollen wir wiederholen!

Bitte seien Sie unser Gast und genießen Sie ein geselliges Miteinander in entspannender und inspirierender Umgebung. Plaudern und fachsimpeln Sie, tauschen Sie Meinungen und Erfahrungen mit Kolleg/innen, Zahnmedizinischen Fachangestellten und Mitarbeiter/innen der Dentalindustrie aus.

Ein Buffet zur Stärkung nach bzw. vor einem erfolgreichen Kongresstag steht für Sie bereit. Für den musikalischen Hintergrund sorgen DJ Steven Tingling, Sängerin Viktoria und Oleg Jakushov mit seinem Saxophon.

Eintritt, Imbiss und Getränke sind frei.

Die Dentalausstellung ist für Sie den ganzen Abend geöffnet, nutzen Sie diese Gelegenheit!

Wir freuen uns auf Sie und auf einen Abend mit vielen anregenden Gesprächen

Wissenschaftliche Vorträge

Freitag, 29. April 2022

09:00 Uhr

bis 09:15 Uhr

Eröffnung der Fortbildungstagung

09:15 Uhr

bis 10:00 Uhr

Eckzähne und Röntgen in der KFO – ein Einblick in die Leitlinienarbeit Prof. Dr. Britta A. Jung, Freiburg

Prof. Dr. Britta A. Jung
Prof. Dr. Britta A. Jung Freiburg
Curriculum Vitae

Verlagerungen und/oder Zahnretentionen von bleibenden Eckzähnen treten mit einer nicht unerheblichen Häufigkeit zwischen 1 und 3% auf. Die bedeutsamsten Folgen einer verzögerten Therapie zum Beispiel bei einer Retention und/oder Verlagerung von oberen Eckzähnen sind Wurzelresorptionen der oberen bleibenden Schneidezähne und der Prämolaren. 2018 wurde auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO) eine Leitlinie zum Thema „Diagnostik und Management von verlagerten und retinierten Eckzähnen“ bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V (AWMF) angemeldet.

Ziel des Vortrags ist es unter Berücksichtigung aktueller Literaturdaten einen Einblick in die Arbeit dieser Leitlinie zu geben und einen Teil der Ergebnisse zu präsentieren.

10:00 Uhr

bis 10:45 Uhr

Aktuelle Therapiekonzepte für Klasse III-Anomalien unter Einbeziehung hochindividueller skelettal verankerter Apparaturen Prof. Dr. Christopher J. Lux, Heidelberg

Prof. Dr. Christopher J. Lux
Prof. Dr. Christopher J. Lux Heidelberg
Curriculum Vitae

Moderne Therapiekonzepte von Anomalien des progenen Formenkreises sehen häufig neben dentoalveolären/skelettalen Anpassungen im Unterkiefer auch eine Wachstumsförderung des Oberkiefers vor. Im Vortrag werden einige Grundprinzipien der Kl. III-Therapie, die Indikationen für bestimmte Therapiemaßnahmen, das Timing der Behandlung sowie die Kombination verschiedener Therapiestrategien diskutiert. Welche Therapieansätze sind in den verschiedenen Entwicklungsphasen sinnvoll? Zudem werden verschiedene Möglichkeiten der maxillären Protraktion diskutiert. Wann sind zusätzliche transversale Aktivierungsprotokolle indiziert? Wie ist die aktuelle Evidenz? Zudem wird darauf eingegangen, wie sich klassische Ansätze in aktuelle Therapiekonzepte mittels hochindividueller Apparaturen, die im selektiven Laser-Melting-Ver- fahren hergestellt wurden, z.B. Hybrid-Hyrax, Hybrid-Hyrax-Distalizer etc., integrieren lassen. Neue digitale Technologien versprechen zudem innovative Lösungsansätze zur praxistauglichen Anwendung hochindividueller Apparaturen. Eine additive Fertigung ermöglicht zudem grazile und individuell gestaltbare Apparaturen, was vorteil- haft für die Akzeptanz beim Patienten zu sein scheint. Schließlich wird auf die Frage der Retention bei Klasse III-Anomalien eingegangen.

10:45 Uhr

bis 11:30 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

11:30 Uhr

bis 12:30 Uhr

Körpermodifikationen rund um die Welt Prof. Dr. med. Aglaja Valentina Stirn, Kiel

Prof. Dr. med. Aglaja Valentina Stirn
Prof. Dr. med. Aglaja Valentina Stirn Kiel
Curriculum Vitae

Was ist Schönheit und wie wird Schönheit und Identität in den verschiedenen Kultu- ren hergestellt – am eigenen Körper und dem Gemeinschaftskörper? Was hat Schön- heit mit Kultur zu tun und wo steht sie im Dienst der Psyche und Persönlichkeit? In dem Vortrag möchte ich eine Reise um die Welt präsentieren mit dem Fokus auf den Körper und seine Modifikationen im Dienst der Psyche und der Gemeinschaft. Da- bei sieht man, dass Schönheit ein relativer Begriff ist und verschiedene Bedeutungen haben kann. Verschiedene Eingriffe in den Körper, Körpermodifikationen, können ästhetische und eine Vielfalt an anderen Motiven haben. Warum verschönern oder modifizieren Menschen überhaupt ihren Körper und ab wann ist es pathologisch? Zur Sprache kommen normenkonforme Körpermodifikation wie Tattoo und Piercing und konforme Körpermanipulation wie die kosmetische plastische Chirurgie. Nicht- westliche Länder zeigen eher einen Kontrapunkt zur konformen ästhetischen und plastischen Chirurgie der westlichen Welt. In dem gesamten Vortrag geht es nur um Eingriffe, die keine medizinische Notwendigkeit haben.

12:30 Uhr

bis 14:00 Uhr

Mittagspause / Besuch der Dentalausstellung

14:00 Uhr

bis 14:45 Uhr

Aligner sind EIN Bestandteil der kieferorthopädischen Toolbox – nicht weniger, aber auch nicht mehr! Prof. Dr. Dr. Bernd Lapatki, Ulm

Prof. Dr. Dr. Bernd Lapatki
Prof. Dr. Dr. Bernd Lapatki Ulm
Curriculum Vitae

Zahnstellungskorrekturen mittels Aligner basieren auf schrittweisen Einzelzahnbewegungen auf digitalen Kiefermodellen, anhand derer eine Serie von thermoplastischen Schienen (sog. Alignern) erstellt wird. Diese Therapieform hat sich in den zurückliegenden Jahren – insbesondere im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung – in der Klinik etabliert. Das große ökonomische Potenzial der Alignertherapie hat dazu geführt, dass Teile der Dentalindustrie neben Kieferorthopäden und Zahnärzten mitunter auch den Patienten direkt (im Sinne eines „do-it-yourself“) zu dieser Therapieform animieren. Neben den Risiken der Anwendung von Alignern ohne fundiertes fachspezifisches Wissen werden in diesem Vortrag verschiedene Alignerkonzepte vorgestellt und sowohl die Indikationsbereiche als auch die Limitationen von Alignern bei der Zahnbewegung anhand der wissenschaftlichen Studienlage sowie der biomechanischen Grundlagen der Zahnbewegung erörtert. Auf Basis von Fallbeispielen werden „typische Alignerfälle“ vorgestellt und mögliche Kombinationen von Alignern mit anderen Apparaturen aufgezeigt. Zudem wird die sinnvolle Einordnung dieser Therapieform in das Gesamtspektrum der „Kieferorthopädischen Therapie-Toolbox“ diskutiert.

14:45 Uhr

bis 15:30 Uhr

Herausforderung und Spektrum einer universitären Kieferorthopädie – eine interdisziplinäre wachstumsbegleitende Aufgabe Prof Dr. Bernd Koos, Tübingen

Prof Dr. Bernd Koos
Prof Dr. Bernd Koos Ärztlicher Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde Eberhard-Karls-Universität Tübingen Tübingen
Curriculum Vitae

Das Behandlungsspektrum in der Kieferorthopädie umfasst eine große Spanne unterschiedlichster Erkrankungen und Fehlstellungen im Kiefer und Zahnbereich. Das Spektrum reicht dabei von komplexen craniofazialen Fehlbildungen, zum Teil verbunden mit umfassenden allgemeinmedizinischen Erkrankungen bis hin zu dentoalveolären Einzelzahnfehlstellungen. Eine besondere Herausforderung liegt dabei im Bereich der komplexen craniofazialen Fehlbildungen, die regelmäßig die Betreuung durch ein großes interdisziplinären Zentrum erfordern. Die Altersspanne umfasst gleichermaßen ein breites Spektrum, von Neugeborenen bis hin zu Patienten im fortgeschrittenen Erwachsenenalter. Im Wandel der Zeit bereichern verschiedene Techniken, zunehmend auch im digitalen Bereich, den Behandlungsalltag, sie bringen aber auch neue Herausforderungen mit sich. Zusammenfassend zeigt sich dabei, dass unabhängig vom Krankheitsbild und den infrastrukturellen Gegebenheiten stets der Patient im Mittelpunkt steht und eine enge Verzahnung und Kooperation der interdisziplinären universitären wie auch niedergelassenen Behandlungseinrichtungen die Qualität der Behandlung sichert und optimiert. Der Übergang ist dabei stets fließend und patientenindividuell.

15:30 Uhr

bis 15:45 Uhr

Abschließende Worte

Tagungsbroschüre

5. Spezialpodium Kieferorthopädie