42. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte

42. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte

Freitag, 28. April 2017 / Samstag, 29. April 2017

Sehr geehrte Kolleginnen, sehr geehrte Kollegen,

die Ergebnisse der letzten Mundgesundheitsstudie verdeutlichen, dass es gerade bei jungen Menschen zu einer erheblichen Veränderung in der Häufigkeit und Ausprägung kariöser Läsionen gekommen ist. Dieser erfreuliche Trend geht mit der Entwicklung neuer Materialien und Verfahren für die restaurative Versorgung von Zahnhartsubstanzdefekten einher. So ist es heute in vielen Fällen möglich, auch eine direkte Restauration in Situationen anzufertigen, in denen früher indirekt hergestellte Werkstücke eingesetzt wurden. Daneben spielen Reparaturen und der Einsatz computergesteuerter Fertigungstechniken eine immer größere Rolle. Gleichzeitig muss natürlich geklärt werden, ob und wann indirekte Füllungen überhaupt noch indiziert sind. Erfolge in der Zahnerhaltung werden auch in Bereichen erreicht, die noch vor Kurzem eher als Experimentierfelder galten, wie zum Beispiel die Behandlung von Resorptionen oder die Anregung neuer Hartgewebsbildung.

Wir laden Sie zu einer praxisnahen und spannenden Fortbildungsveranstaltung ein, die diese neuen Trends aufgreift und ihre Translation in die Praxis verdeutlicht. Mit dem neu angebotenen Oralchirurgie-Forum bieten wir Ihnen zudem ein neues Format, welches sich an dem bereits im letzten Jahr erfolgreich durchgeführten Kieferorthopädie-Forum anlehnt. Wir sind überzeugt davon, dass wir damit Ihren Wünschen entgegenkommen, gerade weil Oralchirurgie relativ selten in Fortbildungen angeboten wird.

Aber auch in diesem Jahr soll der vergnügliche Austausch nicht zu kurz kommen. Bei get together, Ball und Disco können Sie in einem stilvollen Ambiente die musikalischen und künstlerischen Darbietungen nach erfolgreichem Fortbildungsstudium genießen.

Wir freuen uns auf erfolgreiche gemeinsame Fortbildungstage und verbleiben mit herzlichen, kollegialen Grüßen.

 

Dr. Peter Riedel

Dr. Norbert Struß

Prof. Dr. Elmar Hellwig

 

 

Dr. Georg Bach

 

Dr. Martin Haas

 

 

Programm

42. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte

Wissenschaftliche Vorträge

Freitag, 28. April 2017

09:00 Uhr

bis 09:15 Uhr

Eröffnung der Fortbildungstagung

09:15 Uhr

bis 10:00 Uhr

PD Dr. Goran Benic, Zürich Ist minimalinvasiv besser?

PD Dr. Goran Benic
PD Dr. Goran Benic Zürich
Curriculum Vitae
Dome

Ziel der rekonstruktiven zahnmedizinischen Behandlung ist es, ein funktionell und ästhetisch optimales Resultat bei möglichst viel Erhalt der gesunden Zahnhartsubstanz zu erreichen. Vollkeramische Materialien und adhäsive Technologie haben in den letzten Jahren die Möglichkeiten in der Zahnheilkunde exponentiell gesteigert. Deren Einsatz und die technische Weiterentwicklung ihrer Herstellung erlauben uns heutzutage sogar die klassischen Dogmen in der festsitzenden Prothetik zu umgehen. Das moderne klinische Konzept für rekonstruktive Zahnmedizin zeichnet sich durch minimalinvasive Präparationen und vollkeramische ästhetische Restaurationen mit Mindestschichtdicken aus. Diese Entwicklungen führen zu einem Paradigmenwechsel in der rekonstruktiven Zahnmedizin.

Welches sind die klinisch relevanten Vorteile des Behandlungskonzeptes für minimalinvasive Zahnmedizin? Wie soll minimalinvasiv präpariert werden? Muss überhaupt präpariert werden? Sind konventionelle Teil- und Vollkronen-Präparationen noch zeitgemäss?

Dieser Vortrag vermittelt ein modernes klinisches und technisches Konzept für minimalinvasive rekonstruktive Zahnmedizin.

10:00 Uhr

bis 10:45 Uhr

Prof. Dr. Thomas Attin, Zürich Bisshebung im abrasiv/erosiv verändertem Gebiss mit direkter Adhäsivtechnik

Prof. Dr. Thomas Attin
Prof. Dr. Thomas Attin Zürich
Curriculum Vitae
Dome

Zahnerosionen und -abrasionen sind oftmals mit sehr ausgeprägten Zahnhartsubstanzdefekten verknüpft. Dies bedeutet, dass häufig umfangreiche Restaurationen erforderlich sind, mit denen gleichzeitig eine Bisshebung vorgenommen wird. Dieser restaurativen Bisshebung kann im Einzelfall eine Vorbehandlung mit einer Aufbissschiene vorangestellt sein. Die dann gefundene neue Okklusionsposition muss bei den neuen Rekonstruktionen berücksichtigt werden. Als ein Zwischenschritt ist es daher häufig sinnvoll, die neue Okklusionsposition durch direkte Kompositrestaurationen zu stabilisieren, bevor evtl. weitere prothetische Massnahmen folgen.

Im Vortrag werden Konzepte zur Realisierung der neuen Bisslage im Seitenzahnbereich und zur Verbesserung der ästhetischen Situation im Frontzahnbereich dargestellt. Dabei wird die Herangehensweise mit Komposit-Restaurationen in direkter Adhäsivtechnik in den Mittelpunkt gestellt.

10:45 Uhr

bis 11:30 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

11:30 Uhr

bis 12:30 Uhr

Festvortrag
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Freiburg Zur Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Freiburg
Curriculum Vitae
Dome

Im Vortrag werden die Konsequenzen des demographischen Wandels für die Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland aufgezeigt. Im ersten Teil wird dabei der doppelte Alterungsprozess beschrieben – im Resultat müssen immer mehr Menschen von immer weníger Beitrags- und Steuerzahlern immer länger versorgt werden. Für die Nachhaltigkeit der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist die Botschaft dabei eindeutig: Wenn nichts unternommen wird um die Hypotheken zu Lasten zukünftiger Generationen abzubauen, dann würde die Sozialabgabenquote allein für die Gesundheitsausgaben von heute gut 17 auf über 30 Prozent steigen – ein Ausmaß, das zwangsläufig ein Akzeptanzproblem der jungen Generation aufwirft. Würde der Staat nämlich wie ein ehrbarer Kaufmann die Gesundheitsversorgung bilanzieren, so würde er zukünftigen Generationen eine negative Erbschaft – das sind unsichtbare Schulden – in Höhe von mehr als einem Inlandsprodukt ausweisen. Merke: Die Schulden die wir sehen sind zwar hoch, aber viel höher sind die Schulden, die man nicht sieht!

12:30 Uhr

bis 14:00 Uhr

Mittagspause / Besuch der Dentalausstellung

14:00 Uhr

bis 14:45 Uhr

Prof. Dr. Dr. Albert Mehl, Zürich Digitale Zahnmedizin

Prof. Dr. Dr. Albert Mehl
Prof. Dr. Dr. Albert Mehl Zürich
Curriculum Vitae
Dome

Digitale Verfahren werden immer mehr Bestandteil der zahnärztlichen Praxis. Dies ist auf entscheidende Entwicklungsfortschritte in den letzten Jahren zurückzuführen. Mit der Einführung der Biogenerik und dem Biokiefer können inzwischen Restaurationen mit individuell gestalteter Kaufläche und harmonischer Zahnstellung voll automatisiert berechnet werden. Zusätzlich werden auch dynamische Informationen mittels virtuellem funktionellen Bissregistrat oder virtuellem Artikulator berücksichtigt. Die Zeit für die Herstellung von Restaurationen im chairside-Verfahren kann damit deutlich reduziert werden, bei gleichzeitig verbesserter Qualität. Neben Weiterentwicklungen in der Software sind aktuell gerade bei der intraoralen dreidimensionalen Vermessung wichtige Fortschritte erzielt worden. Dadurch lassen sich auf sehr einfache Weise grosse Abschnitte des Kiefers und des Gegenkiefers dreidimensional mit Farbe erfassen. Dies bildet die Basis für weitere Anwendungen wie Diagnostik, Befundaufnahme, Implantat-Behandlungsplanungen und kieferorthopädische Therapie. In diesem Vortrag soll der aktuelle Stand und die Perspektiven der digitalen Verfahren für die Diagnostik, Planung und restaurative Therapie, speziell in Hinblick auf die zahnärztliche Praxis, dargestellt werden.

14:45 Uhr

bis 15:30 Uhr

Prof. Dr. Ivo Krejci, Genf Indirekte Restaurationen – Haben sie noch ihre Berechtigung?

Prof. Dr. Ivo Krejci
Prof. Dr. Ivo Krejci Genf
Curriculum Vitae
Dome

Für die Einzelzahnversorgung im Rahmen einer modernen, auf Zahnerhaltung ausgerichteten adhäsiven Zahnmedizin haben indirekte Restaurationen in der Form von Kronen keine Berechtigung mehr. An Stelle von Kronen werden heute sowohl an vitalen, als auch an devitalen Zähnen adhäsive Overlays aus Komposit oder Keramik verwendet. Der Vortrag wird die Indikationen dieser Restaurationsarten sowie deren Abgrenzung gegenüber direkten Kompositfüllungen definieren und auf die klinischen Besonderheiten in der Materialwahl, Präparation, Verarbeitung, adhäsiver Befestigung und Nachsorge eingehen.

15:30 Uhr

bis 16:15 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

16:15 Uhr

bis 17:00 Uhr

Prof. Dr. Till Dammaschke, Münster Dentinregeneration

Prof. Dr. Till Dammaschke
Prof. Dr. Till Dammaschke Münster
Curriculum Vitae
Dome

Die Regeneration (sprich Neubildung) von Dentin spielt immer dann eine Rolle, wenn es pulpanah zu einer Verletzung der Pulpa-Dentin-Einheit bzw. zu einer Freilegung des Pulpagewebes kommt. Ursache hierfür können Kariesexkavation oder Trauma sein. Die Versorgung des pulpanahen Dentins wird auch als indirekte Überkappung oder Caries-profunda-Therapie bezeichnet und ist definitionsgemäß die medikamentöse Versorgung einer dünnen, pulpanah verbliebenen Schicht kariesfreien Dentins. Die direkte Überkappung wird definiert als Abdeckung exponierten vitalen Zahnpulpa. Die Versorgung der Pulpa- bzw. der Dentin-Pulpa-Wunde mit einem zahnärztlichen Material dient dazu, das verletzte Gewebe zu schützen und es zur Tertiärdentinbildung an der Stelle der Verletzung anzuregen. Der Sinn einer direkten bzw. indirekten Überkappung der Pulpa ist es, die Vitalität des Zahnes zu erhalten, denn Zähne mit vitaler Pulpa und damit einem intakten Schutz vor mechanischer Überlastung, weisen im Vergleich zu wurzelkanalgefüllten Zähnen eine höhere Überlebensrate auf. Außerdem sind Verfahren zur Vitalerhaltung der Pulpa konservative sowie vergleichsweise einfache und kostengünstige Behandlungen, die keine komplexen und kostspieligen Restaurationen nach sich ziehen. Klassischerweise wird für die Überkappung die eine wässrige Kalziumhydroxid-Suspension eingesetzt. Aufgrund der besseren werkstoffkundlichen Eigenschaften scheinen aber Kalziumsilikat-Zemente wie MTA oder Biodentine bei der Vitalerhaltung der Pulpa heutzutage überlegen zu sein. Andere Materialien sind nicht zu empfehlen. Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Überkappung ist die Entzündungsfreiheit des Pulpagewebes, die mittels Sensibilitätstest und Röntgendiagnostik überprüft werden sollte. Weitere Voraussetzungen sind eine suffiziente Blutstillung (im Falle der Pulpafreilegung), Schutz vor Mikroorganismen (Arbeiten unter Kofferdam) und eine bakteriendichte Deckfüllung in der gleichen Sitzung. Bei Zähnen, die bereits vor Behandlungsbeginn Beschwerden aufweisen, sind Pulpa-vitalerhaltende Maßnahmen nicht indiziert. Eine Überkappung ist eine adä- quate Therapiemaßnahme, die nachweislich zur Dentinneubildung und langfristig zur Vitalerhaltung nicht nur jugendlicher Zähne beiträgt.

ab 20:15 Uhr

Festlicher Gesellschaftsabend mit Tanz und Unterhaltung

Dome

Dinner-Show: Showballett, Artistik, Musik, Comedy und ein exklusives 3-GängeMenü zubereitet von Zwei-Sterne-Koch Peter Hagen – all das erwartet Sie. Untermalt hier die Show ein vorzügliches Menü – oder ist es umgekehrt? Wie dem auch sei, die Artisten, Musiker, Tänzer, Köche – und ein aufmerksamer Service, der Sie den Abend über förmlich „umschwebt“, bereiten Ihnen unvergessliche Momente an unserem Gesellschaftsabend.

Es ist uns gelungen für den musika lischen Teil des Abends über eine renommierte Tanzschule den DJ Simon Scherer (sound-light-djs) zu gewinnen. Lassen Sie sich inspirieren von profe ssionellen Tanzpaaren und schwingen Sie das Tanzbein zu Standard und Latein.

Ab 21.30 Uhr wird DJ Lukas Rösch wieder für Stimmung sorgen und im Sala Bianca auch die letzten Gäste auf die Tanzfläche entführen.

Freuen Sie sich also auf einen abwechslungsreichen Abend!

09:00 Uhr

bis 17:00 Uhr

2. Spezialpodium Kieferorthopädie im Traumpalast

09:00 Uhr

bis 09:15 Uhr

Eröffnung der Fortbildungstagung

09:15 Uhr

bis 10:00 Uhr

Univ.-Prof. Dr. Christopher J. Lux, Heidelberg Timing kieferorthopädisch-kieferchirurgischer Maßnahmen bei skelettalen Dysgnathien

Univ.-Prof. Dr. Christopher J. Lux
Univ.-Prof. Dr. Christopher J. Lux Heidelberg
Curriculum Vitae
Traumpalast

Mittlerweile kann in der Behandlung kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgischer Maßnahmen das strenge Ablaufschema, dass zum Zeitpunkt der OP kongruent ausgeformte Zahnbögen vorliegen müssen, für manche Patienten zugunsten kürzerer Gesamtbehandlungszeiten aufgegeben werden. Im Vortrag wird zunächst auf die Grundprinzipien konventioneller Kombinationsbehandlungen eingegangen, unter Berücksichtigung der (extraoralen) Diagnostik sowie der kieferorthopädischen Vor- und Nachbehandlung. Zudem werden alternative Protokolle wie surgery first diskutiert: was sind die Unterschiede in der Planung und Umsetzung, welche Patienten können besonders profitieren, welche Vorteile, aber auch Risiken und offene Fragestellungen bestehen? Welche Maßnahmen sollten eher präoperativ, welche Maßnahmen eher postoperativ durchgeführt werden? Auch werden peri- und postoperative psychologische Aspekte sowie kurz die biologischen Grundlagen der postoperativ akzelerierten kieferorthopädischen Zahnbeweglichkeit dargelegt. Schließlich wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Erkenntnisse des surgery-first-Ansatzes auch für konventionelle kombinierte Therapien nützlich sein können.

10:00 Uhr

bis 10:45 Uhr

Prof. (apl) Dr. Timm Schott, Tübingen Sensor und Handy zur Optimierung der Patientencompliance bei herausnehmbaren Zahnspangen

Prof. (apl) Dr. Timm Schott
Prof. (apl) Dr. Timm Schott Tübingen
Curriculum Vitae
Traumpalast

Zur aktiven kieferorthopädischen Therapie verwenden 99 % der deutschen Kieferorthopäden sowohl herausnehmbare als auch festsitzende Apparaturen, wie eine von uns durchgeführte Multizentren-Fragebogenstudie ergeben hat. In der anschließenden Retentionsphase erhalten die Patienten größtenteils erneut ein herausnehmbares Retentionsgerät. Der Erfolg einer kieferorthopädischen Behandlung hängt maß- geblich von der Mitarbeit der Patienten ab, so dass die Patientencompliance für den Behandler seit Jahren ein entscheidender Therapieaspekt ist: Gerade bei herausnehmbaren Apparaturen konnte die Tragezeit und somit die Patientencompliance in der Vergangenheit nur auf der Basis unterschiedlicher indirekter Parameter näherungsweise geschätzt werden. Unter diesen Umständen wurden den Patienten eine tägliche Standardtragezeit von 14–16 h verordnet, um das Therapieziel zu erreichen.

Durch die Einpolymerisation eines temperatursensitiven Mikrosensors in herausnehmbare Apparaturen, der von uns in 2011 erstmalig vorgestellt wurde, ist es heute möglich, die Patientencompliance in der kieferorthopädischen Routine objektiv zu dokumentieren wie an Beispielen gezeigt wird. In verschiedenen neueren Studien hat sich einerseits gezeigt, dass die verordnete Standardtragezeit mehrheitlich von den Patienten nicht befolgt wird. Andererseits ergaben unsere Studien, dass die indirekt vom Behandler geschätzte Tragezeit von der objektiv gemessenen häufig stark abweicht. Außerdem zeigten die Tragezeitdokumentationen, dass ca. 30 % der kieferorthopädischen Patienten ihre herausnehmbaren Apparaturen so wenig tragen, dass bei dieser verhältnismäßig großen Gruppe der non-Compliance Patienten ein Therapieerfolg in der Regel nicht zu erwarten ist.

Mit einer verordneten personalisierten Tragezeit anstelle der bisherigen Standardtragezeit, in der die individuellen Bedürfnisse der Patienten berücksichtigt werden, lässt sich die Compliance deutlich verbessern, wie Tragezeitdokumentationen objektiv belegen. Eine weitere Optimierung der Patientencompliance, die aufgezeigt wird, konnten wir jetzt dadurch erreichen, dass wir den Patienten regelmäßig eine Erinnerung zum Tragen der Apparatur auf ihr Handy schicken.

10:45 Uhr

bis 11:30 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

11:30 Uhr

bis 12:30 Uhr

Festvortrag
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Freiburg Zur Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Freiburg
Curriculum Vitae
Dome

Im Vortrag werden die Konsequenzen des demographischen Wandels für die Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland aufgezeigt. Im ersten Teil wird dabei der doppelte Alterungsprozess beschrieben – im Resultat müssen immer mehr Menschen von immer weníger Beitrags- und Steuerzahlern immer länger versorgt werden. Für die Nachhaltigkeit der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist die Botschaft dabei eindeutig: Wenn nichts unternommen wird um die Hypotheken zu Lasten zukünftiger Generationen abzubauen, dann würde die Sozialabgabenquote allein für die Gesundheitsausgaben von heute gut 17 auf über 30 Prozent steigen – ein Ausmaß, das zwangsläufig ein Akzeptanzproblem der jungen Generation aufwirft. Würde der Staat nämlich wie ein ehrbarer Kaufmann die Gesundheitsversorgung bilanzieren, so würde er zukünftigen Generationen eine negative Erbschaft – das sind unsichtbare Schulden – in Höhe von mehr als einem Inlandsprodukt ausweisen. Merke: Die Schulden die wir sehen sind zwar hoch, aber viel höher sind die Schulden, die man nicht sieht!

12:30 Uhr

bis 14:00 Uhr

Mittagspause / Besuch der Dentalausstellung

14:00 Uhr

bis 14:45 Uhr

Univ.-Prof. Dr. Britta A. Jung, Freiburg Kieferorthopädie in Theorie und Praxis – ein Update

Univ.-Prof. Dr. Britta A. Jung
Univ.-Prof. Dr. Britta A. Jung Freiburg
Curriculum Vitae
Traumpalast

Wissenszuwachs durch Forschung und technische Neuerungen in vielen (zahn) medizinisch-interdisziplinären Teilgebieten haben das Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten auch in der Kieferorthopädie erweitert und beeinflusst. Diagnostische Algorithmen und therapeutische Behandlungspfade können dabei in der täglichen Routine helfen, komplexe Zusammenhänge zu erkennen, und zu differenzierten, befundorientierten und individuellen Therapielösungen zu gelangen. Dazu brauchen wir als forschende und therapeutisch tätige Kieferorthopäden stets ein zeitloses Bewusstsein und die objektive Wahrnehmung von Zusammenhängen, sowie eine Brücke zwischen Wissenschaft und klinischem Alltag.

Der Vortrag hat das Ziel neuere Entwicklungen und Trends in der Kieferorthopädie vor dem Hintergrund aktueller Literatur aufzeigen.

14:45 Uhr

bis 15:30 Uhr

Univ.-Prof. Dr. Dr. Bernd Lapatki, Ulm Segmentierte Behandlungstechniken – Update und evidenzbasierte Design-Richtlinien

Univ.-Prof. Dr. Dr. Bernd Lapatki
Univ.-Prof. Dr. Dr. Bernd Lapatki Ulm
Curriculum Vitae
Traumpalast

Die sog. „Straight-Wire-Apparatur“ ist – berechtigterweise – die am häufigsten klinisch angewandte Methode zur Ausformung des Zahnbogens und Korrektur von einfachen und komplexeren Einzelzahnfehlstellungen. Ein klinisch relevantes Problem dieser Methode besteht in den stark limitierten Möglichkeiten der quantitativen Kraft- und Drehmomentkontrolle am einzelnen Zahn. Hieraus resultiert ein Risiko der mechanischen Überlastung der Zähne mit einer entsprechenden Erhöhung des Risikos für irreversible Wurzelresorptionen. Des Weiteren sind mit der Straight-Wire-Apparatur mitunter auch die Möglichkeiten hinsichtlich der Korrektur von Fehlstellungen des Frontzahnsegments eingeschränkt. Beispielsweise ist die Tiefbisskorrektur häufig in Verbindung mit einer unbeabsichtigten Änderung der Okklusionsebene infolge Extrusion der Eckzähne verbunden, und die Frontretraktion mit einer suboptimalen Frontzahninklination nach Lückenschluss. Auch der Faktor „Friktion“ und somit die Verankerung ist bei ausschließlicher Verwendung von geraden Bögen oft schwer zu kontrollieren. Derartige Probleme sind mit segmentierten Behandlungstechniken geringer bzw. sogar vermeidbar und effizienter zu beheben.

In diesem Vortrag werden biomechanische Grundlagen der Straight-Wire-Apparatur und verschiedener Segmentbogentechniken erläutert und mit experimentellen Studien untermauert. Zudem werden biomechanische Richtlinien für die Straight-Wire-Apparatur sowie Designrichtlinien für segmentierte Apparaturen präsentiert, mit dem Ziel einer effizienteren orthodontischen Zahnbewegung mit möglichst geringen Nebenwirkungen.

15:30 Uhr

bis 16:15 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

16:15 Uhr

bis 17:00 Uhr

Dr. Gabriele Güde, GOZ-KFO-Referentin der Bezirkszahnärztekammer Freiburg Dr. Christian Wanura, Stellv. KFO-Referent der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg Astra Tech Implant System® Bezirksdirektion Freiburg Die GOZ 2012 – Erwartungen und Erfahrungen im praktischen Abrechnungsdschungel

Dr. Gabriele Güde
Dr. Gabriele Güde GOZ-KFO-Referentin der Bezirkszahnärztekammer Freiburg
Curriculum Vitae
Dr. Christian Wanura
Dr. Christian Wanura Stellv. KFO-Referent der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg Astra Tech Implant System® Bezirksdirektion Freiburg
Curriculum Vitae
Traumpalast

Neuorientierung im Fach Kieferorthopädie im Spannungsfeld notwendiger medizinischer Aspekte. Kieferorthopädie leistet mehr als nur strahlendes Lächeln – Prävention ist die zentrale Aufgabe.

Die Hürden der Langzeitbehandlung – der Weg zum Ziel, die Balance Arzt Patient – ärztliche Kunst und Motivation immer neu auszutarieren.

Die gebührenrechtlichen Vorgaben
Die Planung – der Behandlungsablauf.

Die Erwartungen und Notwendigkeiten zur Umsetzung mit Inkrafttreten der neuen GOZ 2012.

Ein Neuanfang oder doch nur Fortsetzung der alten GOZ?
Die Erfahrungen der letzten vier Jahre haben manche Befürchtungen nicht bestätigt, andere Fronten eröffnet.

Anhand einiger exemplarischer Beispiele sollen sodann einige spezifische Besonderheiten der kieferorthopädischen Abrechnung und das Erstattungsverhalten von Privaten Krankenkassen und Beihilfen vorgestellt werden, auch im Zusammenhang mit aktuellen Gerichtsurteilen.

09:00 Uhr

bis 17:15 Uhr

1. Spezialpodium Oralchirurgie im Sala Bianca

09:00 Uhr

bis 09:15 Uhr

Dr. Georg Bach / Dr. Friedleif Bachner Eröffnung der Fortbildungsveranstaltung

Dr. Georg Bach / Dr. Friedleif Bachner
Curriculum Vitae

09:15 Uhr

bis 09:45 Uhr

Prof. Dr. Gerhard Wahl, Bonn Lachgas/Blutverdünner und & Co – neue Trends und Entwicklungen in der Oralchirurgie anschließend Diskussion

Prof. Dr. Gerhard Wahl
Prof. Dr. Gerhard Wahl Bonn
Curriculum Vitae

Der neue Trend des Einsatzes von Lachgas zur Sedierung bei zahnärztlichen und zahnärztlich-chirurgischen Eingriffen ist eigentlich ein Trend, der vor 60 Jahren bereits schon einmal Einzug in die zahnärztliche Praxis gehalten hatte, danach aber aus verschiedenen Gründen verlassen wurde und mittlerweile seit langem schon wieder in die zahnärztlichen Praxen der angloamerikanischen und skandinavischen Länder sowie auch der Schweiz Einzug gefunden hat. In Deutschland hat die gemeinsame Stellungnahme des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Kinderanästhesie der DGAI (Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin) und des Interdisziplinären Arbeitskreises Zahnärztliche Anästhesie der DGZMK zumindest für die minimale Sedierung von Kindern in der Zahnheilkunde den möglichen und sinnvollen Einsatz von Lachgas beschrieben. Etwas umfassender hat das Council of European Dentists (CED) im Mai 2012 eine Entschließung publiziert zur „Anwendung der inhalativen Lachgassedierung in der Zahnmedizin“ und schon lange haben die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) die Rahmenbedingungen für die Lachgasanwendung in der zahnärztlichen Praxis beschrieben. Nicht vergessen werden sollte, dass Lachgas als apothekenpflichtiges Arzneimittel dem § 47 des Arzneimittelgesetzes unterliegt.

Während das Lachgas zur Stressvermeidung für Patient und Behandler beitragen kann, ist auch bei der Thematik „Blutverdünner“ Stress nur vorprogrammiert, wenn die Gefahr der starken intraoperativen Blutung und insbesondere auch der Nachblutungskomplikationen nicht deutlich reduziert wird, indem entsprechende Vorbereitungen getroffen werden. Hierzu gehören ganz zuerst die interdisziplinäre Absprache mit den behandelnden Hausärzten, Internisten, Kardiologen zur medikamentösen Anpassung der Dosierung, der Umstellung oder – je nach Präparat – auch einer kurzfristigen Unterbrechung ebenso wie die wichtige Information zur grundsätzlichen Belastbarkeit dieser Patienten aufgrund ihrer Erkrankung, die den Einsatz von Antithrombotika erforderlich macht. Während sich bei dem Einsatz der Vitamin-K-Antagonisten, der Kumarine, nach über 60-jähriger Anwendung zumindestens weitgehend eine Systematik eingespielt haben sollte, stehen die neuen oralen Antikoagulantien noch auf dem Prüfstand der korrekten Adjustierung für die zahnärztlich-chirurgischen Belange und auch die Thrombozytenaggregationshemmer sollten in ihrer Bedeutung nicht in Vergessenheit geraten.

Letztlich soll auch noch eine andere Form möglicher Stressvermeidung angesprochen werden bzgl. der lang anhaltenden Wirkung des Taubheitsgefühles nach Lokalanästhesie, das von einigen Patienten als unangenehm oder auch in der beruflichen Umgebung als hinderlich angesehen wird. Phentolamin-Mesylat bietet als nachgeführte Injektion gegen Ende der Behandlung die Möglichkeit der Aufhebung, bzw. Verkürzung der lokalanästhetischen Wirkung und reduziert das Taubheitsgefühl etwa um die Hälfte der sonstigen Zeitdauer. Da durch die 2. notwendige Injektion insbesondere bei der Leitungsanästhesie ein erhöhtes Risiko für eine Nervschädigung besteht, ist über die 2. Injektion gesondert aufzuklären, und neben dem Wunsch des Patienten nach dieser Maßnahme sollte auch diskutiert werden, wann diese Maßnahme nicht durchgeführt werden sollte und umgekehrt, wo es auch einen sinnvollen medizinisch begründeten Einsatz geben könnte.

10:00 Uhr

bis 10:45 Uhr

Prof. Dr. Dr. Karl Andreas Schlegel, München Update Augmentation – wird der autologe Knochen entbehrlich? anschließend Diskussion

Prof. Dr. Dr. Karl Andreas Schlegel
Prof. Dr. Dr. Karl Andreas Schlegel München
Curriculum Vitae

Gerade in der heutigen Zeit in der die Zahl der implantologisch tätigen Kollegen exponentiell zugenommen hat ist es wichtig auch beim Patienten mit eingeschränktem Knochenangebot Lösungsansätze mit vorhersehbaren Ergebnissen zu haben. Hierzu soll im Rahmen des Vortrages die Beherrschung einer präoperativen Risikoanalyse ebenso mit den Zuhörern geübt werden, wie die möglichen Therapieformen der Hart- und Weichgewebsaugmentationen. Angefangen von der Socket Preservation über die Sinusaugmenation, das Bone Spreading  und laterale Anlagerungosteoplastik bis hin zur ausgedehnten vertikalen und horizontalen Augmentation zur Wiederherstellung der Alveolarfortsätze.

10:45 Uhr

bis 11:30 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

11:30 Uhr

bis 12:30 Uhr

Festvortrag
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Freiburg Zur Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Freiburg
Curriculum Vitae
Dome

Im Vortrag werden die Konsequenzen des demographischen Wandels für die Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland aufgezeigt. Im ersten Teil wird dabei der doppelte Alterungsprozess beschrieben – im Resultat müssen immer mehr Menschen von immer weníger Beitrags- und Steuerzahlern immer länger versorgt werden. Für die Nachhaltigkeit der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist die Botschaft dabei eindeutig: Wenn nichts unternommen wird um die Hypotheken zu Lasten zukünftiger Generationen abzubauen, dann würde die Sozialabgabenquote allein für die Gesundheitsausgaben von heute gut 17 auf über 30 Prozent steigen – ein Ausmaß, das zwangsläufig ein Akzeptanzproblem der jungen Generation aufwirft. Würde der Staat nämlich wie ein ehrbarer Kaufmann die Gesundheitsversorgung bilanzieren, so würde er zukünftigen Generationen eine negative Erbschaft – das sind unsichtbare Schulden – in Höhe von mehr als einem Inlandsprodukt ausweisen. Merke: Die Schulden die wir sehen sind zwar hoch, aber viel höher sind die Schulden, die man nicht sieht!

12:30 Uhr

bis 14:00 Uhr

Mittagspause / Besuch der Dentalaustellung

13:30 Uhr

bis 14:45 Uhr

Univ.-Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz, Münster Weichgewebe – die gehasste Geliebte! anschließend Diskussion

Univ.-Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz
Univ.-Prof. Dr. Dr. Johannes Kleinheinz Münster
Curriculum Vitae

Das Verhältnis zwischen Behandler und Weichgewebe erscheint zuzeiten ambivalent und weist die klassischen Symptome einer Hassliebe auf. Auf der einen Seite kann das Weichgewebe den Erfolg einer Behandlung durch Darstellung der Gesamtästhetik (Form, Farbe, Textur, Volumen) adeln und dabei auch die darunterliegenden Fehler überdecken. Damit sichert es sich die Zuneigung des Behandlers. Zum anderen kann eine vernarbte, zurückgezogene peri-implantäre Mukosa alle noch so guten knöchernen und implantologischen Arbeiten zunichtemachen und damit den Behandler in eine Beziehungskrise stürzen. Die Betrachtung muss auf folgende Schlüsselfragen fokussieren: 
Haben wir das Wesen „Weichgewebe“ überhaupt verstanden und was wissen wir über Vaskularisation, Wundheilung und Narbenbildung? Behandeln wir das Weichgewebe adäquat hinsichtlich Schnittführung, Lappenbildung und Wundverschluss? Können wir das Weichgewebe gezielt manipulieren durch Histiogenese, Transplantation und Ausformung? Und schließlich die Gretchenfrage in der Beziehung: könnten wir das Weichgewebe durch Kollagen, dermale Matrix, oder Perikard ersetzen? Der Vortrag wird die Beziehung schonungslos analysieren, die Konfliktfelder aufdecken und Lösungsvorschläge vorstellen, die zu einem stabilen, verständnisvollen und damit zielorientierten Umgang miteinander führen sollen. 

14:45 Uhr

bis 15:30 Uhr

Dr. Michael Gahlert, München Update Keramikimplantate- neueste Erkenntnisse und Trends anschließend Diskussion

Dr. Michael Gahlert
Dr. Michael Gahlert München
Curriculum Vitae

Konkrete Grundlagenforschung, deutlich verbesserte industrielle Herstellungsprozesse sowie ein besseres Verständnis für Hochleistungsmaterialen aus Keramik haben dazu beigetragen, dass Zahnmediziner heute mehr und mehr „keramisch“ denken. Das gilt nicht nur für den Bereich der Prothetik und der konservierenden Zahnheilkunde im allgemeinen, sondern auch für die dentale Implantologie. Das ist das letzte Glied der Kette gewesen, nachdem der Einsatz von Vollkeramik im zahntechnischen Bereich in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Es gilt ab jetzt, ambitionierten implantologisch tätigen Kollegen und Kolleginnen Berührungsängste vor vollkeramischen Implantaten zu nehmen und Kommunikationsdefizite abzubauen. Was für Gewebeanlagerungseffekte sind zu erwarten? Gibt es Periimplantitis bei Keramikimplantaten? Wie sehen die Auswertungen von Langzeitdaten aus? Was sollte bei der Auswahl von keramischen Implantatsystemen beachtet werden? Wie ist die Bruchfestigkeit? Auf alle diese Fragen werden Antworten unter dem Vorbehalt der gegenwärtigen klinischen Erfahrungen gegeben und darüber hinaus eine große Anzahl klinischer Beispiele gezeigt. Für den Zuhörer könnte es für zukünftige Aufklärungsgespräche von Patienten wichtig werden, bei diesem Thema mitreden zu können, denn die Anzahl auf Metalle sensibilisierter Patienten nimmt laut neuester Statistiken zu. Vollkeramische Implantate als Alternative zu Titanimplantaten sind daher gegenwärtig zu einer ernst zu nehmenden Zukunftstechnologie geworden.     

15:30 Uhr

bis 16:00 Uhr

Podiumsdiskussion
Zukunft der Oralchirurgie in Deutschland - gibt es die überhaupt?

16:00 Uhr

bis 17:15 Uhr

Mitgliederversammlung des Landesverbandes Baden-Württemberg des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen mit Neuwahlen

Samstag, 29. April 2017

09:00 Uhr

bis 09:45 Uhr

Prof. Dr. Andreas Filippi, Basel Resorption, Diagnostik und Therapie

Prof. Dr. Andreas Filippi
Prof. Dr. Andreas Filippi Basel
Curriculum Vitae
Dome

Die häufigste externe Wurzelresorption des Menschen ist die der Milchzahnwurzeln beim physiologischen Zahnwechsel. Die zweithäufigste und unbekannteste ist die invasive zervikale Resorption, die radiologisch häufig mit einer Karies verwechselt wird. Auch nach Zahnunfällen, kieferorthopädischen Behandlungen, durch den Kontakt mit Kronen von Nachbarzähnen beim Durchbuch oder bei Zahnretention aber auch scheinbar idiopathisch oder genetisch werden immer wieder Wurzelresorptionen an bleibenden Zähne beobachtet. Die meisten dieser Resorptionen sind progredient, so dass sich klinisch immer wieder die Frage nach den Möglichkeiten des Zahnerhalts stellt. Dies lässt sich in der Regel nicht nur mit zweidimensionaler radiologischer Darstellung beurteilen. Die Behandlungsmöglichkeiten im Einzelfall richten sich neben dem Ausmaß der Resorption auch nach dem Lebensalter der Patienten und der jeweiligen kieferorthopädischen Situation.

09:45 Uhr

bis 10:30 Uhr

Prof. Dr. Marc Schmitter, Heidelberg Spielt die Okklusion noch eine Rolle?

Prof. Dr. Marc Schmitter
Prof. Dr. Marc Schmitter Heidelberg
Curriculum Vitae
Dome

Bereits seit vielen Jahrzehnten versuchen Zahnärzte über die Manipulation der Okklusion funktionelle Aspekte des stomatognathen Systems zu optimieren. Noch in den 1970ern waren beispielsweise das systematische Einschleifen oder die (Teil-) Überkronung von gesunden (Seiten)zähnen zur „Verbesserung“ der Okklusion und damit zur Therapie bzw. zur Prophylaxe von (kiefergelenkspezifischen) Funktionsstö- rungen geläufige Behandlungsverfahren. Später wurde die Rolle der Okklusion bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von funktionellen Störungen mehr und mehr in Frage gestellt und durch andere Faktoren, wie z. B. psychosoziale Aspekte, ersetzt. Seit einigen Jahren können nun aufgrund der rasant voranschreitenden Computertechnik/Simulation biomechanische Aspekte im stomatognathen System genauer untersucht werden. Somit wird es auch möglich, den Einfluss der Okklusion auf andere Strukturen des stomatognathen Systems zu analysieren und es zeigt sich, dass die Okklusion zweifellos, insbesondere im Zusammenspiel mit dem Kiefergelenk, eine zentrale Rolle einnimmt. Neuere klinische und klinisch-experimentelle Studien zeigen diese Zusammenhänge ebenfalls auf. Der Vortrag möchte die Rolle der Okklusion aus biomechanisch-numerischer und aus klinischer Sicht vorstellen und mögliche Konsequenzen für die Therapie aber auch die Prophylaxe kiefergelenkspezifischer Beschwerden diskutieren.

10:30 Uhr

bis 11:15 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

11:15 Uhr

bis 12:00 Uhr

PD Dr. Anne-Katrin Lührs, Hannover Reparatur von Restaurationen

PD Dr. Anne-Katrin Lührs
PD Dr. Anne-Katrin Lührs Hannover
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Die Reparatur zahnärztlicher Restaurationen ist eine Therapiemaßnahme, die immer mehr zum Standardverfahren in der restaurativen Zahnerhaltung wird. Versagt eine vorhandene Restauration, muss die Entscheidung getroffen werden: Reparatur oder Neuversorgung? Waren Reparaturen bis vor wenigen Jahren noch verpönt und wurden oftmals als „Pfusch“ bezeichnet, so gehen komplette Neuversorgungen jedoch durchschnittlich mit einer Kavitätenvergrößerung von etwa 30% einher. Reparaturen hingegen erhalten gesunde Zahnhartsubstanz und verlängern die Überlebensrate der Primärrestaurationen signifikant. Dabei sind jedoch zwei Faktoren von entscheidender Bedeutung: die richtige Indikationsstellung und ein geeignetes Reparaturkonzept. Versagt eine Restauration aufgrund eines systematischen Fehlers oder einer nicht vollständig exkavierbaren Karies, so ist eine Reparatur kontraindiziert. Bei lokalisierten Defekten, kleineren Chippingfrakturen oder überschaubarer Sekundärkaries ist eine Reparatur jedoch das Mittel der Wahl. Die heutigen Reparaturkonzepte verdanken ihre klinische Anwendbarkeit der Etablierung der Adhäsivtechnik in der restaurativen Zahnheilkunde. Als Behandler/in sieht man sich doch mit der Frage konfrontiert: welches Reparaturkonzept „passt“ für die vorliegende klinische Indikation? Welche apparative Ausstattung ist zwingend notwendig, um eine Reparatur erfolgreich durchzuführen? Je nach vorhandenem Primärmaterial und beteiligten Adhärenten (nur Restauration oder auch Zahnhartsubstanz) unterscheiden sich die Reparaturkonzepte in ihrer Komplexität. Besonders die kürzlich auf den Markt gebrachten „Universaladhäsive“, die teilweise Silane enthalten, bieten durchaus interessante Behandlungsmöglichkeiten bei der Reparatur zahnärztlicher Restaurationen. Im Rahmen des Vortrags werden verschiedene Reparaturkonzepte für Komposit, Amalgam und indirekte Restaurationen anhand von aktueller Literatur und eigenen klinischen Fällen präsentiert.

12:00 Uhr

bis 12:45 Uhr

Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes, Wien Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – was nun?

Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes
Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes Wien
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Schmelzfrakturen an frisch eruptierten Molaren, die porös erscheinen, eine starke Hypersensibilität der betroffenen Zähne und sich wiederholende Füllungsverluste – dieses besondere Phänomen beschäftigt seit einigen Jahren das Fachgebiet der Kinderzahnheilkunde. Es handelt sich um das Krankheitsbild der „Molaren-InzisivenHypomineralisation“ (MIH), eine systemisch bedingte Hypomineralisation der ersten bleibenden Molaren und bleibenden Frontzähne. Die Defekte zeichnen sich klinisch durch eine Veränderung in der Transluzenz des Schmelzes aus und können in ihrer Farbe weiß, creme, gelb oder braun sein. Je dunkler die Farbe, umso poröser ist der Zahnschmelz und umso höher ist die Gefahr des posteruptiven Substanzverlustes. Die Therapie der MIH richtet sich nach dem jeweiligen Ausprägungsgrad und der vorhandenen Schmerzsymptomatik. Wichtig ist es dabei, Patienten mit MIH frühzeitig zu erfassen und einer umfassenden Betreuung zuzuführen sowie in ein engmaschiges Recall-Programm einzubinden.

Der Vortrag soll einen Einblick in die rezente Ätiologie, die Diagnostik und die therapeutischen Möglichkeiten der MIH geben und eine Hilfestellung für die Praxis sein.

12:45 Uhr

bis 13:00 Uhr

Abschließende Worte

Seminare

Donnerstag, 27. April 2017

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Reimund Andlauer und Team 2/ZFA | Notfallseminar – „Management und Versorgung medizinischer Notfälle in der Zahnarztpraxis“

Reimund Andlauer und Team
Reimund Andlauer und Team
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Hotel Santa Isabel, Raum Biblioteca Vasco da Gama

Notfallseminar für das Praxisteam
Management und Versorgung medizinischer Notfälle in der Zahnarztpraxis
„Kommen Sie schnell, ein Notfall!!!!!“

Älter werdende und somit auch immer häufiger auftretende Risikopatienten unterziehen sich längeren zahnärztlichen Behandlungen. Zu einer Notfallsituation kann es schon morgen kommen – Notfälle kündigen sich nicht an.

In diesem halbtägigen Seminar werden die Teilnehmer auf genau diese Situation vorbereitet. Abläufe, Teammanagement und der richtige Einsatz Ihres Notfallequipments werden vermittelt. In der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes werden Sie die Vitalparameter des Notfallpatienten adäquat sichern können.

Inhalt:

  • Grundlagen und Struktur für die qualifizierte und professionelle Versorgung von medizinischen Notfällen in der Zahnarztpraxis
  • Notfallsituationen erkennen und richtig einschätzen
  • Grundlagen der Patientenversorgung (Lagerung, Sauerstoff…)
  • Teammanagement bei Notfällen
  • Atem- und Kreislaufmanagement
  • Cardio-Pulmonale-Reanimation (nach den neuesten Guidelines)
  • Umgang mit der vorhandenen Notfallausrüstung


Sie haben die Möglichkeit, Ihren Notfallkoffer zum Seminar mitzubringen und durch den Referenten kontrollieren zu lassen.

12:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Iris Karcher, Freiburg 4/ZFA | Qualitätsmanagement – just do it ?!?

Iris Karcher
Iris Karcher Freiburg
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Hotel Santa Isabel, Raum Biblioteca Magellan

Seit 2011 besteht für alle Zahnarztpraxen in Deutschland eine Verpflichtung zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems.

Die Vorgaben sind in der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) geregelt. Seit 2011 bis heute wurden die Inhalte der Richtlinie mehrfach angepasst.

Gehen Sie mit mir durch den aktuellen Richtliniendschungel und erkennen Sie, wie viele Anforderungen in Ihrer Praxis bereits abgearbeitet und in welchem Bereich noch Defizite vorhanden sind.

Ideal bei der Umsetzung wäre auch die Unterstützung durch eine Mitarbeiterin der Praxis, was voraussetzt, dass auch sie Kenntnisse über die Vorgaben erlangt; in diesem Fall können Sie gemeinsam im Team durchstarten und es gilt: just do it!

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Susanne Woitzik, Diplom-Kauffrau Seminar für Studierende und junge Zahnärztinnen / Zahnärzte

Dr. Susanne Woitzik Diplom-Kauffrau
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Hotel Colosseo | Raum Rossini

Tatort Praxis: Im Fadenkreuz von Chef und Mitarbeitern – Die eigenen Ziele erreichen, sich behaupten und optimal auf die eigene Praxis vorbereiten

Als Frischexaminierter kommt man in eine Praxis mit Chef, Zahnmedizinischen Fachangestellten, ggf. auch angestellten Zahnärztinnen/Zahnärzten und Labortechnikern und muss sich dann in seine Rolle zu all diesen Beteiligten einfinden. Sicher kein einfaches Unterfangen, denn die Erfahrungswerte aus dem Studium sind begrenzt, erst recht zu Zahnmedizinischen Fachangestellten. Da sind Fehler vorprogrammiert. Wie übt man als Jungzahnärztin/-zahnarzt fachliche Autorität und Weisungen gegen- über den Zahnmedizinischen Fachangestellten aus? Wie gefährlich sind zu viel Nähe oder zu viel Abstand zu den Zahnmedizinischen Fachangestellten? Wie entgeht man Loyalitätskonflikten, wenn Zahnmedizinische Fachangestellte versuchen, den/die Assistent/in gegen den Chef zu instrumentalisieren oder versuchen, den/die Assistent/in für den Zickenkrieg untereinander zu vereinnahmen? Wie ist es mit der fachlichen Unabhängigkeit und dem eigenen Ego, wenn man seine universitären Vorstellungen mit den kassenzahnheilkundlichen Vorgaben des Chefs vereinbaren muss? Wie geht man als Assistent/in am besten mit der Doppelrolle um, dass man fachlich gegenüber den Zahnmedizinischen Fachangestellten weisungsberechtigt (d.h. Chefsein) ist, gegenüber dem Chef jedoch zumindest teilweise weisungsgebunden? Das sind Fragen, die Neuapprobierte wie auch Assistenten umtreiben. Wir freuen uns daher darauf, gemeinsam mit Ihnen einen spannenden Nachmittag zu verbringen und Antworten auf diese Fragen zu erarbeiten.

Pre-Congress

Donnerstag, 27. April 2017

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Vesna Braun, Dentalhygienikerin 1 | Begleitende KFO-Prophylaxe ist die Basis für jeden Behandlungserfolg

Vesna Braun Dentalhygienikerin
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Confertainment-Center | Raum Europa-Park Arena Business Lounge

Patienten „sicher“ durch die KFO Phase zu bringen – dafür benötigt man ein spezielles kieferothopädisches Prophylaxekonzept. Theoretisches Wissen über die Risiken, die Therapiemöglichkeiten sowie die Umsetzung in die Praxis werden vermittelt. Praktische Übungen und nützliche Tipps gibt es auch – bitte dafür möglichst ein Zahnmodell mit Retainer oder Multiband mitbringen!

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Philipp Marquardt, Konzeptioner und Experte für Online-Marketing, Kreativ- und Digitalagentur ZWEI14 2 | Dental digital – Praxismarketing für Dentalmediziner

Dr. Philipp Marquardt Konzeptioner und Experte für Online-Marketing, Kreativ- und Digitalagentur ZWEI14
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Confertainment-Center | Raum Goethe

Der Erfolg Ihrer Praxis hängt von vielen Elementen ab. Eine moderne Präsentation, die gute Auffindbarkeit und relevante Informationsvergabe im Internet sind wichtige Erfolgsfaktoren.

Erfahren Sie innerhalb des Fachvortrags, wie Sie Ihre Praxis online präsentieren und Ihre Patienten im digitalen Zeitalter erfolgreich adressieren. Dr. Philipp Marquardt (Konzeptioner und Experte für Online-Marketing) stellt Ihnen alle Schritte und Maßnahmen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Praxismarketing vor:

  • Website
  • Corporate Identity
  • Google My Business
  • Social Media

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Sabine Schmidt, GOZ-/BEMA-Referat Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH 3 | Schnittstelle BEMA/GOZ – wie erzielen Sie ein leistungsgerechtes Honorar beim GKV-Patienten?

Sabine Schmidt GOZ-/BEMA-Referat Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH
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Confertainment-Center | Raum Bellevue

Gesetzlich krankenversicherte Patienten haben die Möglichkeit, Privatleistungen in Anspruch zu nehmen, ohne ihren gesetzlichen Kassenanteil zu verlieren. Damit wird dem GKV-Patienten das Spektrum der modernen Zahnmedizin eröffnet und ein hohes Versorgungsniveau gesichert. Die Schnittstellen zwischen BEMA und GOZ sind in der täglichen Praxis daher ein sensibles, aber wichtiges Thema. Für den Zahnarzt bedeutet dies gleichzeitig die Erzielung eines leistungsgerechten Honorars, ohne das Kassenbudget zu belasten. Es stellen sich daher die Fragen: „Welche Leistungen sind außervertraglich möglich? Wie werden diese korrekt berechnet und dokumentiert? Welche Vereinbarungen sind zwingend erforderlich? Schöpfen Sie Ihr Honorarpotenzial in der Praxis bereits voll aus?“

Dieses Seminar hilft Ihnen, den Anteil „verschenkter Leistungen“ auf ein Minimum zu reduzieren. Basis dieses Seminars bildet der Leitfaden „Schnittstellen BEMA und GOZ“ der KZBV.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Alexandra Pedersen, Dipl.oec.med Gesundheitsökonomin, selbstständige Referentin und Trainerin (pedersen Expertenwissen) 4 | Leistungskürzung – Ihr Albtraum! Leistungsgerechtes Honorar –Ihr Traum? Willkommen im Jahr 2017

Alexandra Pedersen Dipl.oec.med Gesundheitsökonomin, selbstständige Referentin und Trainerin (pedersen Expertenwissen)
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Confertainment-Center | Raum Sanssouci

Sie wollen zu den Besten gehören, dann kommen Sie um regelmäßige Fortbildungen nicht herum. Ständige Änderungen, Ergänzungen und Neukommentierungen erfordern Ihre Aufmerksamkeit und eine regelmäßige Aktualisierung in Sachen Abrechnung und Verwaltung. Deshalb auch dieses Jahr wieder aktuelle Themen rund um die zahnärztliche Abrechnung.

  • Aufklärungspflicht des Zahnarztes
  • Korrekte Rechnungslegung
  • Richtige Dokumentation der erbrachten Leistungen
  • Neues und Altes aus der GOZ
  • Aktuelles zum Thema Kassenabrechnung
  • Aktuelle Rechtsprechung/Probleme erkennen
  • Probleme vermeiden
  • Außervertragliche Leistungen

Wir konzentrieren uns in diesem Seminar auf anwendbares Wissen, das Sie sofort in der Praxis umsetzen können. Der Workshop wird von Frau Dipl. oec. med. Alexandra Pedersen, selbstständige Praxistrainerin und Referentin durchgeführt, die mit den Anforderungen an die tägliche Abrechnung vertraut ist.

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Klaus-Dieter Bastendorf, Eislingen 5 | Die Prophylaxe-Revolution hat begonnen! Die neue „Guided Biofilm Therapy“

Dr. Klaus-Dieter Bastendorf Eislingen
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Confertainment-Center | Raum Sala Bianca
ACHTUNG geänderter Veranstaltungsort

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, soviel steht fest. Niemand ändert gerne vertraute Abläufe, auch Zahnärzte tun sich damit oft schwer. Daher halten viele Behandler auch immer noch an der Vorstellung fest, dass die Entfernung von harten und weichen Zahnbelägen mit dem Einsatz von Handinstrumenten beginnen und einer klassischen Politur enden muss. Dass diese Vorgehensweise nach 45 Jahren überholt ist und es Zeit wird für neue, bessere und schonendere Methoden, das zeigt der Referent auf der diesjährigen Fortbildung der BZK Freiburg in Rust. Unter dem Motto: „So geht Prophylaxe heute“, stellt Dr. Klaus-Dieter Bastendorf die von ihm und dem Dentalunternehmen EMS gemeinsam aufgrund einer Vielzahl neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und technischer Fortschritte entwickelte neue systemische Vorgehensweise für eine bessere, schnellere, schmerzfreie und substanzschonende Erhaltungstherapie – die „Guided Biofilm Therapy (GBT) vor. Die Vorteile der GBT: Sie erleichtert die Infektionskontrolle durch die primäre Entfernung des Biofilms. Danach können nun gut sichtbare harte Ablagerungen besser, schneller und gezielter entfernt werde. Die Behandlung ist gleichzeitig sehr sicher, sanft und schmerzfrei, führt zu weniger Hypersensibilitäten, somit wird die Patienten-Compliance gefördert. Die GBT ist für Prophylaxe-Mitarbeiter leicht erlernbar, da weniger Hilfsmittel und Instrumente eingesetzt werden. Das steigert den Behandlungskomfort, reduziert die Arbeitsbelastung für Mitarbeiter und verkürzt die Behandlungszeit. Der systematische Ablauf der GBT wird in einzelnen Schritten und für unterschiedliche Patientengruppen im Detail erklärt.

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Frank Haßler, Diplom Bankbetriebswirt, Prokurist und erfahrener Vermögensanlageberater der Apotheker- und Ärztebank 6 | Negativ-Zinsen und ihre Folgen Aufbau und Sicherung Ihres Vermögens

Frank Haßler Diplom Bankbetriebswirt, Prokurist und erfahrener Vermögensanlageberater der Apotheker- und Ärztebank
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Hotel El Andaluz | Raum Alhambra

Müssen wir uns jahrelang auf Negativzinsen einstellen? Was bedeutet das für den Anleger? Welche Auswirkungen hat die Gelddruckerei der EZB? Bleibt uns der Euro erhalten? Ist die Inflation tot oder kommt das Gespenst zurück? Geldwerte vs. Sachwerte – Wo ist Sicherheit und Rendite? Welche Chancen und Risiken ergeben sich in dieser verrückten Zeit? Frank Haßler entwickelt gemeinsam mit Ihnen Strategien, die Ihnen helfen einer möglichen Geldentwertung zu entgehen. Er stellt sich interaktiv Ihren drängendsten Fragen und bietet eine Orientierung mit klaren Handlungsempfehlungen.

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Martin Stein, Dental Wasserlabor Salucor GmbH Kristian Møller, Adept Water Technologies 7 | Wasser – Qualität in der Praxis

Martin Stein Dental Wasserlabor Salucor GmbH
Curriculum Vitae
Kristian Møller Adept Water Technologies
Curriculum Vitae
Confertainment-Center | Raum Circus Celebration

Die Wasserqualität in Praxen steht im Fokus.

Wir möchten Ihnen Sicherheit geben

  • was ist notwendig
  • was ist wichtig
  • was können Sie tun
  • wer ist für was verantwortlich

Erfahren Sie mehr über die rechtliche Situation, was wird geprüft, Entnahmestellen und Analysemöglichkeiten.

Wir geben Ihnen Antworten auf die Fragen, wie Richtlinien und Gesetze umgesetzt werden können

  • bei Behandlungseinheiten Baujahr 2001 und älter
  • unter Einhaltung von Medizinprodukterecht und Trinkwasserverordnung.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Elisabeth Jacobi-Gresser, ZÄ-Oralchirurgie, TSP Implantologie, Homöopathie, Umwelt-Zahnmedizin 8 | Chronisch-entzündliche Erkrankungen durch zahnärztliche Maßnahmen und Werkstoffe

Dr. Elisabeth Jacobi-Gresser ZÄ-Oralchirurgie, TSP Implantologie, Homöopathie, Umwelt-Zahnmedizin
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Confertainment-Center | Raum Traumpalast

In der restaurativen Zahnmedizin sind wir auf Materialien zum dauerhaften Einbau in den Körper angewiesen. Diese dentalen Werkstoffe werden im Allgemeinen ohne Kenntnis der individuellen Verträglichkeit angewendet. Es gilt, toxikologisch bedenkliche und immunologisch ungünstige oder belastende Materialien bei Patienten, insbesondere bei denen mit besonderer Empfindlichkeit/Suszeptibilität zu erkennen und zu vermeiden. Hierzu bedarf es spezifischer immunologischer oder toxikologischer Blut- oder Speicheltests vor einer Sanierung oder auch bei kurativen Fragestellungen zur Entlastung der gestörten Regulationsfähigkeit des Organismus. Ebenso können sich endogen entstandene, toxisch und immunologisch wirksame Stoffe wie wurzeltote Zähne, Parodontitiden oder Restostitiden auf den Gesundheitszustand auswirken. Im Vortrag werden spezifische diagnostische Verfahren vorgestellt und anhand von Kasuistiken aus dem Bereich der konservierenden, endodontischen, implantologischen und prothetischen Zahnmedizin erläutert. Ein Versagen der antioxidativen Stressregulation bei Patienten mit individuell übermäßiger Belastung durch chronisch einwirkende Trigger aus unserem Tätigkeitsbereich führt in die chronische Krankheit. Die Zahnmedizin/Medizin wird in Zukunft den individuellen immunologischen Besonderheiten des Patienten mehr Rechnung tragen und sich in Hinblick auf eine personalisierte Zahnmedizin/Medizin weiterentwickeln müssen zur Prävention und Linderung chronischer Krankheiten.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Jörg Brachwitz, Schwelm 9 | Die neue Leichtigkeit der Implantologie SICvantage – die erste sicher lösbare Konusverbindung

Dr. Jörg Brachwitz Schwelm
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Französischer Themenbereich | Raum Salle d’Europe
ACHTUNG geänderter Veranstaltungsort

Der Kurs stellt die neuen Möglichkeiten für eine einfachere und sichere Implantologie mit einer neuen Innenkonusverbindung vor. Ob Sofortbelastung oder konventionelles Vorgehen, ob zementiert oder verschraubt, ob Ästhetik oder Funktion – die neue Innenverbindung von SIC erleichtert das Leben eines Implantologen. Ein Vortrag mit Hands-On für Interessierte.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Ralf Schlichting, Spezialist für Endodontie der DGET, Niedergelassen in eigener Praxis limitiert auf Endodontie 10 | WK-Aufbereitung auf einem neuen Level: Sicher, effizient und schnell mit der neuen RECIPROC® Blue. Endometrie einfach und verständlich.

Dr. Ralf Schlichting Spezialist für Endodontie der DGET, Niedergelassen in eigener Praxis limitiert auf Endodontie
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Hotel Bell Rock | Raum Harvard

Die reziproke Aufbereitung war die wohl wichtigste Neuerung im Bereich endodontischer Instrumente seit Einführung der NiTi Feilen.

  • Welche Vorteile bietet die neuartige RECIPROC® Blue Feile gegenüber anderen Feilensystemen?
  • Wo liegen mögliche Limitationen und was muss beachtet werden um den maximalen Nutzen aus der reziproken Aufbereitung zu generieren? Endometrie – die richtige Längenkontrolle

Die Festlegung der korrekten endometrischen Arbeitslänge ist einer der entscheidenden Schritte für eine erfolgreiche Endodontie. Hier treten jedoch immer wieder Probleme auf.

  • Neben dem nötigen Wissen um die physikalischen Zusammenhänge sollen den Teilnehmer wichtige Tipps und Tricks zur korrekten Durchführung der endometrischen Bestimmung der Arbeistlänge gegeben werden.

Theoretischer und praktischer Arbeitskurs. Es stehen VDW GoldReciproc Motore und Endometrie-Trainingsmodelle zur Verfügung. – Bitte extrahierte Zähne mit vollständig angelegter endodontischer Zugangskavität mitbringen.

ab 18:30 Uhr

get together

Foyer Confertainment-Centers

Wir laden Sie herzlich zum „get-together“ anlässlich der 42. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte am Donnerstag, 27. April 2017, ab 18.30 Uhr, in das Foyer des Confertainment-Centers des Europa-Parks Rust ein. Den großen Erfolg unseres letztjährigen get-togethers wollen wir wiederholen!

Bitte seien Sie unser Gast und genießen Sie ein geselliges Miteinander in entspannender und inspirierender Umgebung. Plaudern und fachsimpeln Sie, tauschen Sie Meinungen und Erfahrungen mit Kolleg/innen, Zahnmedizinischen Fachangestellten und Mitarbeiter/innen der Dentalindustrie aus.

Ein Buffet zur Stärkung nach bzw. vor einem erfolgreichen Kongresstag steht für Sie bereit. Für den musikalischen Hintergrund sorgt ein DJ.

Eintritt, Imbiss und Getränke sind frei.

Die Dentalausstellung ist für Sie den ganzen Abend geöffnet, nutzen Sie diese Gelegenheit!

Wir freuen uns auf Sie und auf einen Abend mit vielen anregenden Gesprächen.

Tagungsbroschüre

42. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte