28. Fortbildungstagung der Bezirkszahnärztekammer für Zahnmedizinische Fachangestellte

28. Fortbildungstagung der Bezirkszahnärztekammer für Zahnmedizinische Fachangestellte

Freitag, 28. April 2017

Liebe Mitarbeiter/innen, ich freue mich sehr, Sie zur 28. Fortbildungstagung der Bezirkszahnärztekammer Freiburg nach Rust einladen zu dürfen.

Mit 800 teilnehmenden Zahnärztinnen und Zahnärzten und 800 Zahnmedizinische Mitarbeiter/innen ist Rust zu einer der beliebtesten Fortbildungsveranstaltungen in Deutschland geworden. Für das Generalthema der diesjährigen Tagung „Zukunftskonzepte der restaurativen Zahnerhaltung“ konnten wir namhafte Referenten aus Deutschland und der Schweiz gewinnen. Es erwarten Sie hochkarätige Vorträge zu Prophylaxe und Zahnerhaltung – die Leitmotive unserer täglichen Arbeit. Der Festvortrag beschäftigt sich mit der Gesundheitsversorgung in der Zukunft – ein Thema, dass vor allem jüngere Menschen und natürlich auch Sie persönlich betrifft. Beenden werden wir die Tagung mit Kommunikation und Rhetorik. Was Sie mit Peter Edwin Brandt erleben, können Sie nicht nur bei Ihrer täglichen Arbeit in der Praxis verwerten, es wird Sie Ihr ganzes Leben lang begleiten.

Während den Pausen und am Donnerstagabend haben Sie als Team die Möglichkeit, die Dentalmesse mit über 55 Ausstellern zu besuchen. Sehr empfehlen möchte ich die Seminare am Donnerstagnachmittag zu den Themen Röntgen, Versorgung medizinischer Notfälle, Abrechnung und Qualitätsmanagement. Ebenso haben Sie die Möglichkeit an fünf von der Dentalindustrie unterstützten Pre-Congress-Veranstaltungen kostenlos teilzunehmen. Äußerst beliebt ist auch das get-together am Donnerstag ab 18.30 Uhr in den Räumen der Dentalausstellung (die Stände der über 55 Firmen sind geöffnet), wo Sie herzlich zu Essen und Trinken eingeladen sind. Wie im vergangenen Jahr wird DJ Tobias Schiller für gute Stimmung sorgen. Selbstverständlich erhalten Sie wieder eine kostenlose Eintrittskarte in den Europapark für den Freitag nach der Fortbildung ab 16.30 Uhr. Mit dem Flair des Parks sind die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, Arbeit und Entspannung miteinander zu verbinden.

Zum Schluss noch eine Bitte: Melden Sie sich unter www.fortbildung-rust.de online an. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie diese einfache und kostensparende Form der Anmeldung nutzen. Auf dieser Homepage finden Sie ebenso alle Informationen zur Tagung.

Ich wünsche Ihnen eine fortbildungsaktive und attraktive Zeit in Rust und freue mich auf Ihr Kommen!


Dr. Peter Riedel
Vorsitzender
Referent für Zahnmedizinische Mitarbeiter/innen

Programm

28. Fortbildungstagung der Bezirkszahnärztekammer für Zahnmedizinische Fachangestellte

Seminare

Donnerstag, 27. April 2017

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Kai Wolfgang Wagner 1/ZFA | Aktualisierungskurs "Kenntnisse im Strahlenschutz nach RöV“

Dr. Kai Wolfgang Wagner
Dr. Kai Wolfgang Wagner
Curriculum Vitae
Hotel Colosseo, Raum Verdi

Alle 5 Jahre müssen die Fachkunde | Kenntnisse im Strahlenschutz aktualisiert werden.

Nutzen Sie diese Gelegenheit zu aktualisieren.

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Reimund Andlauer und Team 2/ZFA | Notfallseminar – „Management und Versorgung medizinischer Notfälle in der Zahnarztpraxis“

Reimund Andlauer und Team
Reimund Andlauer und Team
Curriculum Vitae
Hotel Santa Isabel, Raum Biblioteca Vasco da Gama

Notfallseminar für das Praxisteam
Management und Versorgung medizinischer Notfälle in der Zahnarztpraxis
„Kommen Sie schnell, ein Notfall!!!!!“

Älter werdende und somit auch immer häufiger auftretende Risikopatienten unterziehen sich längeren zahnärztlichen Behandlungen. Zu einer Notfallsituation kann es schon morgen kommen – Notfälle kündigen sich nicht an.

In diesem halbtägigen Seminar werden die Teilnehmer auf genau diese Situation vorbereitet. Abläufe, Teammanagement und der richtige Einsatz Ihres Notfallequipments werden vermittelt. In der Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes werden Sie die Vitalparameter des Notfallpatienten adäquat sichern können.

Inhalt:

  • Grundlagen und Struktur für die qualifizierte und professionelle Versorgung von medizinischen Notfällen in der Zahnarztpraxis
  • Notfallsituationen erkennen und richtig einschätzen
  • Grundlagen der Patientenversorgung (Lagerung, Sauerstoff…)
  • Teammanagement bei Notfällen
  • Atem- und Kreislaufmanagement
  • Cardio-Pulmonale-Reanimation (nach den neuesten Guidelines)
  • Umgang mit der vorhandenen Notfallausrüstung


Sie haben die Möglichkeit, Ihren Notfallkoffer zum Seminar mitzubringen und durch den Referenten kontrollieren zu lassen.

13:30 Uhr

bis 18:00 Uhr

Sigrid Poiger 3/ZFA | GOZ-Abrechnungsseminar "Implantologie-Special“ Private Leistungen nach GOZ/GOÄ

Sigrid Poiger
Sigrid Poiger GOZ-Referat der BZK Freiburg
Curriculum Vitae
Hotel Colosseo, Raum Borghese
  • Grundlagenwissen zur Berechnung implantologischer Leistungen
  • GOZ implantologische Leistungen
  • GOÄ chirurgische Umfeldpositionen
  • Wertvolle Empfehlungen zur Vermeidung von Honorarverlusten
  • Umfassende Dokumentation im Hinblick auf die richtige Honorarabrechnung
  • Begleitleistungen und Checklisten rund um die Implantologie
  • Erläuterung und Abrechnung komplexer Behandlungsfälle

2018 werden wir ein ZE-Aufbauseminar „Suprakonstrutionen auf Implantaten GOZ/BEMA“ anbieten.

12:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Iris Karcher, Freiburg 4/ZFA | Qualitätsmanagement – just do it ?!?

Iris Karcher
Iris Karcher Freiburg
Curriculum Vitae
Hotel Santa Isabel, Raum Biblioteca Magellan

Seit 2011 besteht für alle Zahnarztpraxen in Deutschland eine Verpflichtung zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems.

Die Vorgaben sind in der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) geregelt. Seit 2011 bis heute wurden die Inhalte der Richtlinie mehrfach angepasst.

Gehen Sie mit mir durch den aktuellen Richtliniendschungel und erkennen Sie, wie viele Anforderungen in Ihrer Praxis bereits abgearbeitet und in welchem Bereich noch Defizite vorhanden sind.

Ideal bei der Umsetzung wäre auch die Unterstützung durch eine Mitarbeiterin der Praxis, was voraussetzt, dass auch sie Kenntnisse über die Vorgaben erlangt; in diesem Fall können Sie gemeinsam im Team durchstarten und es gilt: just do it!

Pre-Congress

Donnerstag, 27. April 2017

14:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Vesna Braun 1 | Begleitende KFO-Prophylaxe ist die Basis für jeden Behandlungserfolg

Vesna Braun Dentalhygienikerin
Curriculum Vitae
Confertainment-Center | Raum Europa-Park Arena Business Lounge

Patienten „sicher“ durch die KFO Phase zu bringen – dafür benötigt man ein spezielles kieferothopädisches Prophylaxekonzept. Theoretisches Wissen über die Risiken, die Therapiemöglichkeiten sowie die Umsetzung in die Praxis werden vermittelt. Praktische Übungen und nützliche Tipps gibt es auch – bitte dafür möglichst ein Zahnmodell mit Retainer oder Multiband mitbringen!

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Philipp Marquardt 2 | Dental digital – Praxismarketing für Dentalmediziner

Dr. Philipp Marquardt Konzeptioner und Experte für Online-Marketing, Kreativ- und Digitalagentur ZWEI14
Curriculum Vitae
Confertainment-Center | Raum Goethe

Der Erfolg Ihrer Praxis hängt von vielen Elementen ab. Eine moderne Präsentation, die gute Auffindbarkeit und relevante Informationsvergabe im Internet sind wichtige Erfolgsfaktoren.

Erfahren Sie innerhalb des Fachvortrags, wie Sie Ihre Praxis online präsentieren und Ihre Patienten im digitalen Zeitalter erfolgreich adressieren. Dr. Philipp Marquardt (Konzeptioner und Experte für Online-Marketing) stellt Ihnen alle Schritte und Maßnahmen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Praxismarketing vor:

  • Website
  • Corporate Identity
  • Google My Business
  • Social Media

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Sabine Schmidt 3 | Schnittstelle BEMA/GOZ – wie erzielen Sie ein leistungsgerechtes Honorar beim GKV-Patienten?

Sabine Schmidt GOZ-/BEMA-Referat Deutsches Zahnärztliches Rechenzentrum GmbH
Curriculum Vitae
Confertainment-Center | Raum Bellevue

Gesetzlich krankenversicherte Patienten haben die Möglichkeit, Privatleistungen in Anspruch zu nehmen, ohne ihren gesetzlichen Kassenanteil zu verlieren. Damit wird dem GKV-Patienten das Spektrum der modernen Zahnmedizin eröffnet und ein hohes Versorgungsniveau gesichert. Die Schnittstellen zwischen BEMA und GOZ sind in der täglichen Praxis daher ein sensibles, aber wichtiges Thema. Für den Zahnarzt bedeutet dies gleichzeitig die Erzielung eines leistungsgerechten Honorars, ohne das Kassenbudget zu belasten. Es stellen sich daher die Fragen: „Welche Leistungen sind außervertraglich möglich? Wie werden diese korrekt berechnet und dokumentiert? Welche Vereinbarungen sind zwingend erforderlich? Schöpfen Sie Ihr Honorarpotenzial in der Praxis bereits voll aus?“

Dieses Seminar hilft Ihnen, den Anteil „verschenkter Leistungen“ auf ein Minimum zu reduzieren. Basis dieses Seminars bildet der Leitfaden „Schnittstellen BEMA und GOZ“ der KZBV.

15:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Alexandra Pedersen 4 | Leistungskürzung – Ihr Albtraum! Leistungsgerechtes Honorar –Ihr Traum? Willkommen im Jahr 2017

Alexandra Pedersen Dipl.oec.med Gesundheitsökonomin, selbstständige Referentin und Trainerin (pedersen Expertenwissen)
Curriculum Vitae
Confertainment-Center | Raum Sanssouci

Sie wollen zu den Besten gehören, dann kommen Sie um regelmäßige Fortbildungen nicht herum. Ständige Änderungen, Ergänzungen und Neukommentierungen erfordern Ihre Aufmerksamkeit und eine regelmäßige Aktualisierung in Sachen Abrechnung und Verwaltung. Deshalb auch dieses Jahr wieder aktuelle Themen rund um die zahnärztliche Abrechnung.

  • Aufklärungspflicht des Zahnarztes
  • Korrekte Rechnungslegung
  • Richtige Dokumentation der erbrachten Leistungen
  • Neues und Altes aus der GOZ
  • Aktuelles zum Thema Kassenabrechnung
  • Aktuelle Rechtsprechung/Probleme erkennen
  • Probleme vermeiden
  • Außervertragliche Leistungen

Wir konzentrieren uns in diesem Seminar auf anwendbares Wissen, das Sie sofort in der Praxis umsetzen können. Der Workshop wird von Frau Dipl. oec. med. Alexandra Pedersen, selbstständige Praxistrainerin und Referentin durchgeführt, die mit den Anforderungen an die tägliche Abrechnung vertraut ist.

16:00 Uhr

bis 18:00 Uhr

Dr. Klaus-Dieter Bastendorf, Eislingen 5 | Die Prophylaxe-Revolution hat begonnen! Die neue „Guided Biofilm Therapy“

Dr. Klaus-Dieter Bastendorf Eislingen
Curriculum Vitae
Confertainment-Center | Raum Sala Bianca
ACHTUNG geänderter Veranstaltungsort

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, soviel steht fest. Niemand ändert gerne vertraute Abläufe, auch Zahnärzte tun sich damit oft schwer. Daher halten viele Behandler auch immer noch an der Vorstellung fest, dass die Entfernung von harten und weichen Zahnbelägen mit dem Einsatz von Handinstrumenten beginnen und einer klassischen Politur enden muss. Dass diese Vorgehensweise nach 45 Jahren überholt ist und es Zeit wird für neue, bessere und schonendere Methoden, das zeigt der Referent auf der diesjährigen Fortbildung der BZK Freiburg in Rust. Unter dem Motto: „So geht Prophylaxe heute“, stellt Dr. Klaus-Dieter Bastendorf die von ihm und dem Dentalunternehmen EMS gemeinsam aufgrund einer Vielzahl neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und technischer Fortschritte entwickelte neue systemische Vorgehensweise für eine bessere, schnellere, schmerzfreie und substanzschonende Erhaltungstherapie – die „Guided Biofilm Therapy (GBT) vor. Die Vorteile der GBT: Sie erleichtert die Infektionskontrolle durch die primäre Entfernung des Biofilms. Danach können nun gut sichtbare harte Ablagerungen besser, schneller und gezielter entfernt werde. Die Behandlung ist gleichzeitig sehr sicher, sanft und schmerzfrei, führt zu weniger Hypersensibilitäten, somit wird die Patienten-Compliance gefördert. Die GBT ist für Prophylaxe-Mitarbeiter leicht erlernbar, da weniger Hilfsmittel und Instrumente eingesetzt werden. Das steigert den Behandlungskomfort, reduziert die Arbeitsbelastung für Mitarbeiter und verkürzt die Behandlungszeit. Der systematische Ablauf der GBT wird in einzelnen Schritten und für unterschiedliche Patientengruppen im Detail erklärt.

ab 18:30 Uhr

get together

Foyer Confertainment-Centers

Wir laden Sie herzlich zum „get-together“ anlässlich der 42. Jahrestagung der südbadischen Zahnärztinnen und Zahnärzte am Donnerstag, 27. April 2017, ab 18.30 Uhr, in das Foyer des Confertainment-Centers des Europa-Parks Rust ein. Den großen Erfolg unseres letztjährigen get-togethers wollen wir wiederholen!

Bitte seien Sie unser Gast und genießen Sie ein geselliges Miteinander in entspannender und inspirierender Umgebung. Plaudern und fachsimpeln Sie, tauschen Sie Meinungen und Erfahrungen mit Kolleg/innen, Zahnmedizinischen Fachangestellten und Mitarbeiter/innen der Dentalindustrie aus.

Ein Buffet zur Stärkung nach bzw. vor einem erfolgreichen Kongresstag steht für Sie bereit. Für den musikalischen Hintergrund sorgt ein DJ.

Eintritt, Imbiss und Getränke sind frei.

Die Dentalausstellung ist für Sie den ganzen Abend geöffnet, nutzen Sie diese Gelegenheit!

Wir freuen uns auf Sie und auf einen Abend mit vielen anregenden Gesprächen.

Wissenschaftliche Vorträge

Freitag, 28. April 2017

09:00 Uhr

bis 09:15 Uhr

Dr. Norbert Struß Eröffnung der Fortbildungstagung

Dr. Norbert Struß
Curriculum Vitae

09:15 Uhr

bis 10:00 Uhr

Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes, Wien Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation – was nun?

Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes
Univ.-Prof. Dr. Katrin Bekes Wien
Curriculum Vitae
Dome

Schmelzfrakturen an frisch eruptierten Molaren, die porös erscheinen, eine starke Hypersensibilität der betroffenen Zähne und sich wiederholende Füllungsverluste – dieses besondere Phänomen beschäftigt seit einigen Jahren das Fachgebiet der Kinderzahnheilkunde. Es handelt sich um das Krankheitsbild der „Molaren-InzisivenHypomineralisation“ (MIH), eine systemisch bedingte Hypomineralisation der ersten bleibenden Molaren und bleibenden Frontzähne. Die Defekte zeichnen sich klinisch durch eine Veränderung in der Transluzenz des Schmelzes aus und können in ihrer Farbe weiß, creme, gelb oder braun sein. Je dunkler die Farbe, umso poröser ist der Zahnschmelz und umso höher ist die Gefahr des posteruptiven Substanzverlustes. Die Therapie der MIH richtet sich nach dem jeweiligen Ausprägungsgrad und der vorhandenen Schmerzsymptomatik. Wichtig ist es dabei, Patienten mit MIH frühzeitig zu erfassen und einer umfassenden Betreuung zuzuführen sowie in ein engmaschiges Recall-Programm einzubinden.

Der Vortrag soll einen Einblick in die rezente Ätiologie, die Diagnostik und die therapeutischen Möglichkeiten der MIH geben und eine Hilfestellung für die Praxis sein.

10:00 Uhr

bis 10:45 Uhr

Prof. Dr. Till Dammaschke, Münster Dentinregeneration

Prof. Dr. Till Dammaschke
Prof. Dr. Till Dammaschke Münster
Curriculum Vitae
Dome

Die Regeneration (sprich Neubildung) von Dentin spielt immer dann eine Rolle, wenn es pulpanah zu einer Verletzung der Pulpa-Dentin-Einheit bzw. zu einer Freilegung des Pulpagewebes kommt. Ursache hierfür können Kariesexkavation oder Trauma sein. Die Versorgung des pulpanahen Dentins wird auch als indirekte Überkappung oder Caries-profunda-Therapie bezeichnet und ist definitionsgemäß die medikamentöse Versorgung einer dünnen, pulpanah verbliebenen Schicht kariesfreien Dentins. Die direkte Überkappung wird definiert als Abdeckung exponierten vitalen Zahnpulpa. Die Versorgung der Pulpa- bzw. der Dentin-Pulpa-Wunde mit einem zahnärztlichen Material dient dazu, das verletzte Gewebe zu schützen und es zur Tertiärdentinbildung an der Stelle der Verletzung anzuregen. Der Sinn einer direkten bzw. indirekten Überkappung der Pulpa ist es, die Vitalität des Zahnes zu erhalten, denn Zähne mit vitaler Pulpa und damit einem intakten Schutz vor mechanischer Überlastung, weisen im Vergleich zu wurzelkanalgefüllten Zähnen eine höhere Überlebensrate auf. Außerdem sind Verfahren zur Vitalerhaltung der Pulpa konservative sowie vergleichsweise einfache und kostengünstige Behandlungen, die keine komplexen und kostspieligen Restaurationen nach sich ziehen. Klassischerweise wird für die Überkappung die eine wässrige Kalziumhydroxid-Suspension eingesetzt. Aufgrund der besseren werkstoffkundlichen Eigenschaften scheinen aber Kalziumsilikat-Zemente wie MTA oder Biodentine bei der Vitalerhaltung der Pulpa heutzutage überlegen zu sein. Andere Materialien sind nicht zu empfehlen. Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Überkappung ist die Entzündungsfreiheit des Pulpagewebes, die mittels Sensibilitätstest und Röntgendiagnostik überprüft werden sollte. Weitere Voraussetzungen sind eine suffiziente Blutstillung (im Falle der Pulpafreilegung), Schutz vor Mikroorganismen (Arbeiten unter Kofferdam) und eine bakteriendichte Deckfüllung in der gleichen Sitzung. Bei Zähnen, die bereits vor Behandlungsbeginn Beschwerden aufweisen, sind Pulpa-vitalerhaltende Maßnahmen nicht indiziert. Eine Überkappung ist eine adä- quate Therapiemaßnahme, die nachweislich zur Dentinneubildung und langfristig zur Vitalerhaltung nicht nur jugendlicher Zähne beiträgt.

10:45 Uhr

bis 11:30 Uhr

Pause / Besuch der Dentalausstellung

11:30 Uhr

bis 12:15 Uhr

Prof. Dr. Adrian Lussi, Bern Prophylaxe von Zahnerkrankungen – heute und in der Zukunft

Prof. Dr. Adrian Lussi
Prof. Dr. Adrian Lussi Bern
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Dentale Erosionen („erosive tooth wear“), die Zerstörung von Zahnhartsubstanz ohne Beteiligung von Bakterein, haben in den letzten Jahren zugenommen. Die Gründe dafür sind multifaktoriell: veränderte Ernährungsgewohnheiten und stressbedingter Reflux sind nur zwei Gründe für diese erhöhte Prävalenz. Neue Verbindungen in Zahnpasten, Modifikationen der Getränke sowie der Pellikel sind Ansatzpunkte für die Prävention.

Die Prophylaxe der Karies ist dank Fluoriden eine Erfolgsgeschichte. Der Kariesrückgang in den Industrieländern während den letzten Jahrzehnten beruht hauptsächlich auf der Anwendung von Fluoriden, wobei die lokale Fluoridapplikation und hier primär fluoridhaltige Zahnpasten und fluoridiertes Kochsalz von Bedeutung sind. In diesem Zusammenhang ist der Einfluss der Ernährung auf die Entstehung der Karies erwähnenswert.

Es erwarten uns aber neue Herausforderungen bei Jung und Alt. Ältere Personen zeigen heute mehr Karies, vor allem an der Wurzeloberfläche. Neue aktive Stoffe finden hier Verwendung.

Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass neben der Prophylaxe der dentalen Erosionen insbesondere die Wurzelkaries in der Zukunft eine grosse Rolle spielen werden. Auf diese Themen wird in diesem Referat eingegangen.

12:15 Uhr

bis 14:00 Uhr

Mittagspause / Besuch der Dentalausstellung

14:00 Uhr

bis 15:00 Uhr

Festvortrag
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen, Freiburg Zur Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung

Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen
Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen Freiburg
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Dome

Im Vortrag werden die Konsequenzen des demographischen Wandels für die Nachhaltigkeit der Gesundheitsversorgung in Deutschland aufgezeigt. Im ersten Teil wird dabei der doppelte Alterungsprozess beschrieben – im Resultat müssen immer mehr Menschen von immer weníger Beitrags- und Steuerzahlern immer länger versorgt werden. Für die Nachhaltigkeit der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung ist die Botschaft dabei eindeutig: Wenn nichts unternommen wird um die Hypotheken zu Lasten zukünftiger Generationen abzubauen, dann würde die Sozialabgabenquote allein für die Gesundheitsausgaben von heute gut 17 auf über 30 Prozent steigen – ein Ausmaß, das zwangsläufig ein Akzeptanzproblem der jungen Generation aufwirft. Würde der Staat nämlich wie ein ehrbarer Kaufmann die Gesundheitsversorgung bilanzieren, so würde er zukünftigen Generationen eine negative Erbschaft – das sind unsichtbare Schulden – in Höhe von mehr als einem Inlandsprodukt ausweisen. Merke: Die Schulden die wir sehen sind zwar hoch, aber viel höher sind die Schulden, die man nicht sieht!

15:00 Uhr

bis 15:45 Uhr

Peter Edwin Brandt, Tübingen Gespräche mit schwierigen Patienten professionell und erfolgreich führen

Peter Edwin Brandt
Peter Edwin Brandt Tübingen
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In diesem Vortrag lernen Sie, wie Sie auf herausforderndes Verhalten von Patienten und Angehörigen, auf Beschwerden und Kritik, unangenehme Fragen, Vorwürfe und persönliche Angriffe souverän und professionell reagieren. Wie können Sie emotional aufgeheizte Situationen de-eskalieren? Wie gelingt es berechtigte Kritik als Chance zu verstehen und wie zeigen wir bei „überzogenen“ Erwartungen auch diplomatisch Grenzen auf? Dabei wird es um Gespräche am Telefon ebenso gehen wie um Gespräche vis-à-vis.

Inhalte:

  • Angemessen mit Kritik umgehen
  • so geht´s leichter …
  • Umgang mit „schwierigen“ Gesprächspartnern
  • „Auf dem Ohr bin ich taub …!“
  • Mit Emotionen angemessen umgehen
  • Deeskalations-Strategien
  • Wirkung der Körpersprache
  • „Der Ton macht die Musik!“
  • So setzen Sie höflich aber wirkungsvoll Grenzen
  • So beenden Sie Gespräche effektiv aber höflich

15:45 Uhr

bis 16:00 Uhr

Dr. Norbert Struß Zusammenfassung und Verabschiedung

Dr. Norbert Struß
Curriculum Vitae

Tagungsbroschüre

28. Fortbildungstagung der Bezirkszahnärztekammer für Zahnmedizinische Fachangestellte